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Nachrichten | Dienstag, 04. Juni 19

Kreuzschifffahrt ohne Obergrenze

"Den Opfern der Donau"

Das Kreuzfahrtgeschäft boomt. Zehn Prozent Zuwächse pro Jahr. Überlastetes oder schlecht ausgebildetes Personal. Das Unfallrisiko steigt. Obergrenze? Nicht in Sicht.

Der Donaukreuzer MS Viking Sigyn, der in Budapest mutmaßlich 28 Menschen den Tod brachte, ist in seinem Zielhafen Passau zurückgekehrt.

Video.

Abseits der Altstadt hatte die MS Viking Sigyn außerplanmäßig auf dem staatlichen Hafengelände in der Racklau angelegt, das ein Reiseunternehmen gepachtet hat. Abgesperrt mit hohen Zäunen, bewacht von Schwarzen Sheriffs. Es sei der Wunsch nach "gefühlter Sicherheit" und der "Schutz vor Terroristen" begründet der Hafenbetreiber die Maßnahmen.

Doch das tatsächliche Risiko liegt ganz woanders, an Bord selbst: ausgebeutetes, gestresstes, häufig wechselndes Personal, Hungerlöhne; die Schiffe immer größer und immer mehr belastet im belebten Verkehr auf dem Wasser die Schiffskapitäne; Spitzenpersonal, das immer schwieriger zu bekommen ist.

Schätzungsweise 250 Kreuzfahrtschiffe, davon knapp 200 mit Zielhafen Passau, verkehren mittlerweile auf der Donau. Vor den Schleusen stehen die Dieselschlucker Schlange und verpesten die Luft. "Wie dieser wachsende   Schiffsverkehr der Pflanzen- und Tierwelt schadet, das interessiert keinen", klagt ein Fischer. Denn was unter Wasser geschieht, sehe man nicht.

Seit der nächtlichen Havarie des Donaukreuzers mit einem kleinen Ausflugsschiff in Budapest werden 28 Menschen vermisst. 7 tot geborgen, 7 gerettet. Gestern wurde ein Leiche 100 Kilometer flussabwärts angeschwemmt.

 

    

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