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essen und trinken
POMERANZ
Mediterrane Küche

KÜCHE | Mediterran, raffiniert, leicht.

ATMOSPHÄRE | Helle, hohe Räume; Eiche und Petrol; Freiplätze im Hof und auf der Gasse.

FÜR FREUNDE VON | Fischgamilla (marokkanischer Eintopf); frischem Minzetee.

GESCHICHTE | Hicham Kahlouch (ehemals „Culinarium“, „Weingut“) führt das Lokal.

 

Mittagsangebot für den 10. bis 14. Juni

Schnelle Nummer „Zwei für Eins“

 

9,70 Euro

Am Pfingstmontag haben wir ab 17:30 Uhr geöffnet!

Dienstag 

gratinierter Pute (Tomate-Mozzarella)

Zucchini / Graupen / Tomatenjus

 

Spargel-Kartoffel-Strudel

Tomatenragout / Lauchzwiebel / Weißweinschaum

Mittwoch

Salatteller mit Rinderlendenstreifen und Pilzen

Gurken / Karotten / Tomaten / Essig / Öl

 

Spargel-Kartoffel-Strudel

Tomatenragout / Lauchzwiebel / Weißweinschaum

Donnerstag

Hähnchen-Fleischpflanzerl

Gemüse / Reis / Jus

 

Spargel-Kartoffel-Strudel

Tomatenragout / Lauchzwiebel / Weißweinschaum

Freitag

Fettuccine mit Wildlachs

Spinat / frische Tomaten / Sherry-Butter-Fond

 

Spargel-Kartoffel-Strudel

Tomatenragout / Lauchzwiebel / Weißweinschaum

Hauptgericht kombinierbar mit

einer dieser Vor- oder Nachspeisen

 

Suppe: Tomaten-Kokos-Suppe mit Sesam und Croûtons

 

oder

 

Vorspeise: Rindfleisch-Salat mit Paprika, Mais und Tomaten

 

oder

 

Dessert: hausgemachtes Sauerrahmeis auf Mango-Ragout

 

 

Ein Prise vom Mittelmeer

Im Bratfischwinkel, in dem früher die Berufsfischer ihre gebratenen Fische verkauften, ist an diese Zeit erinnert worden, als hier tatsächlich wieder Fisch verkauft wurde: Albert Stühler hatte hier sein Fischrestaurant „Bouillabaisse“ gegründet, heute eine erste Adresse in der Rosengasse. Danach traf sich in diesen Räumen bevorzugt die schwule Szene. Das „Sellys“ ist mittlerweile auch Geschichte. Jetzt weht hier ein neuer Wind vom Mittelmeer: „Pomeranze“ nennt sich das neue Speiselokal, das Hicham Kahlouch, ein gebürtiger Marokkaner, im September eröffnet hat. „Mediterran, leicht“, kündigt er seine Küche an. 

Durch die hohen Fenster fällt das warme Licht der Deckenlampen auf die Gasse. Es sieht einladend aus. Helles Holz, hohe Räume, weiß getüncht, Farbtupfer in Petrol. Im Schaufenster gedeiht die Namensgeberin, eine Passauer Goldpomeranze.  Sie ist die einzige Zitrusart, die nördlich der Alpen während des Winters im Freien überleben kann. Ihre Zucht hat eine jahrhundertelange Tradition. Es wird ein kurzer Besuch vor der Nachtproduktion. „Tagliolini mit frischer Kalbsleber“ empfiehlt die Schiefertafel vor der Tür. Leber ist einer der wenigen Innereien, von denen ich lieber die Finger lasse. Diesen typischen, leicht bitteren Geschmack, die oft mehlige Konsistenz liegt mir nicht. Gerade deshalb werde ich es heute probieren, überrede ich mich. Eine lange Nacht steht mir bevor.

Ich wähle, passend zum Lokalbesitzer, den marokkanischen Minztee. Das Gedeck sieht edel aus. Orientalisch verziertes Silberkännchen, schlanke bemalte Glastasse, aus dem Ausgießer lugen frische Minzblätter. Heute den Tee mal ganz ohne Zucker, ist mein zweiter ungewöhnliche Vorsatz. Zur Gewohnheit gehört ein Löffelchen brauner Rohrzucker. Ein Blick in die Speisekarte: „Schnelle Nummer - Zwei für Eins“, fällt ins Auge. Hübsche Mittagsangebote, täglich wechselnd. „Hühnchenbrustfilet mit Balsamicolinsen und gebratenen Blumenkohl“; als Vorspeise eine „Spinat-Cocos-Suppe“. Schade, dass nicht Mittagzeit ist. Ich bestellte vor der Leber spontan eine „Pucherito de Verduras“, eine Gemüsesuppe mit Graupen, Tomaten, Lauchzwiebeln, Karotten, Kräutern.

Das wird sich insofern als Fehler herausstellen, dass die Portion reichlich und die Mischung sättigend ist. Im Geschmack angenehm, ich hatte kräftigere Würze erwartet. „Den Tee gut ziehen lassen und dann das Kännchen bitte mit der Serviette anfassen“, hat mir die Kellnerin empfohlen. Sie hat recht. Der Griff ist echt gefährlich heiß. Der Inhalt - ein Gedicht. Herrliches Aroma. Später öffne ich den Deckel und lüfte das Geheimnis: Eine Handvoll frischer Minzblätter hat sich hier entfaltet.

Die Suppe hat gut gesättigt. Ich bin unter Zeitdruck. Überstreut mit Parmesanspänen warten ein Dutzend kräftige Leberstücke auf den Verzehr. Ich picke sie aus dem Nudelbett, kaue, schmecke, bin froh über meinen Mut. Zart im Biß, fein im Geschmack, mit raffinierter Schärfe in der Soße. Gerne wieder. „Atemlos durch die Nacht“, tönt es aus den Lautsprechern. Woher kennen die mich?   


21:56
Sonntag
16. Juni 2019
 
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