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Hintergrund | Mittwoch, 04. Januar 17

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Polizeikontrollen nach Einbruchserie: Die Täter hebeln oft Fenster oder Terrassentüren auf. (Foto: mediendenk)
Passau-Neustift

Warum so viele Polizeikontrollen?

Passau - Mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftspolizei sind im Stadtteil Neustift am Dienstagabend verstärkt Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt worden. Bürger bestimmter Klatschspalten im Netz vermuteten eine Großfahndung wegen eines unbekannten Verbrechens. Worum es geht und was die Kontrollen ergaben, haben wir hier zusammengefasst.

Seit Dezember hat die Polizei eine Reihe von Einbrüchen registriert, die möglicherweise im Zusammenhang stehen. Die Ermittler erhoffen sich, dass bei solchen überraschenden Kontrollen Tatverdächtige gefasst werden.

  • In der Nacht des Jahreswechsels schleppten Einbrecher aus einem Haus im Watzlikring (Grubweg) einen Tresor mit Schmuck und Bargeld davon. Sie hatten ein Kellerfenster eingetreten. Eine Zeugin sah zwei Gestalten mit dunklen Mützen und Steppjacken.
  • Am Dienstag vor Weihnachten beobachteten Nachbarn im Weinleitenweg/ Ecke Fuchsbauernweg (Haidenhof-Süd) zwei Einbrecher mit Taschenlampen an einem Einfamilienhaus. Sie hatten mit einem Stein eine Scheibe eingeschlagen, dann ein Fenster aufgehebelt. Sie flüchteten in hoher Geschwindigkeit mit einem Wagen.
  • Am Dreikönigstag wurde in der Paula-Deppe-Straße (Neustift) erneut ein Einbrecherduo aufgebracht, weil die im Einfamilienhaus anwesende Tochter Hebelgeräusche hörte. Ein alarmierter Nachbar sah zwei Männer mit einem schwarzen Auto flüchten.

Bei zwei weiteren  Einbrüchen am 13. Dezember hatten die Täter Schmuck und Bargeld von mehreren zigtausend Euro erbeutet. Es scheint, als hätten sie diese Objekte gezielt ausgesucht und abgewartet, bis die Bewohner außer Haus sind.

  • Über ein aufgehebeltes Fenster drangen sie zwischen 15 und 17.30 Uhr in ein Einfamilienhaus im Dreisesselweg (Grubweg) ein.
  • In den Stunden danach gelang Einbrechern ein Coup mit noch höherer Beute "Am Wimhof" (Hacklberg). Hier hatten sie eine Terrassentür aufgehebelt.

Weitere Einbrüche und Einbruchversuche konzentrierten sich diesen Winter auf den Stadtwesten:

  • In einem Reihenhaus in der Blumenstraße (Neustift) hat ein Täter in den Tagen vor Weihnachten versucht, über eine mit Rollläden gesicherte Terrassentür einzudringen.
  • Bereits Anfang Dezember hatten Wohnungseinbrecher im selben Stadtteil in der Anton-Sickenberger-Straße Schmuck in Höhe von mehreren Tausend Euro erbeutet.
  • Mitte Dezember wurden Bewohner einer Doppelhaushälfte in Heining durch Hebelgeräusche an der Haustüre wach. Als die alarmierte Polizei eintraf, waren die Täter verschwunden. Sie hatten auch versucht die Rollläden einer Terrassentür anzuheben.
  • Tags darauf war es Einbrechern gelungen am Nachmittag die Terrassentüre eines Hauses im Mühlweg (Haidenhof-Nord) aufzuhebeln. Sie erbeuteten Schmuck Bargeld und ein Notebook.
  • Am 3. Dezember war um Mitternacht in einem Elektronikmarkt in der Regensburger Straße (Haidenhof-Nord) der Alarm losgegangen. Einbrecher waren über eine Leiter aufs Dach gestiegen, aber an einer Zugangstüre gescheitert.

Die Polizeikontrollen in Neustift haben am Dienstag keine neuen Erkenntnisse zu den Einbrüchen gebracht, aber zwei Burschen mit dem Gesetz in Konflikt:

  • Ein Achtzehnjähriger wurde nach der Fahrzeugkontrolle in der Steinbachstraße wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt, weil er eine Luftpistole, mehrere feststehende Messer mit verbotener Klingenlänge über zwölf Zentimeter und drei Einhandmesser mit sich führte.
  • In der Paula-Deppe-Straße ließ sich ein Neunzehnjähriger aus nachvollziehbarem Grund nur widerwillig von den Beamten kontrollieren; er beleidigte sie. Der Schüler hatte diverse illegale Drogen und einen verbotenen Teleskopschlagstock dabei. Anzeige wegen Beleidigung, Verstoß gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz.
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26. April 2017
 
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