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Nachrichten >> Samstag, 14. November 09

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Spitzbua Markus springt vor Freude durch den Musikantenstadl: Diesmal drehte sich in der ARD-Volksmusikshow fast alles um Passau.
Heimspiele beim Musikantenstadl

Passauer Spitzbua jodelt sich nach oben

Passau – Seit eineinhalb Jahren wohnt Musikantenstadl-Moderator Andy Borg direkt vor der Haustür der Dreiflüssestadt, in einer toskanisch anmutenden Villa hoch über dem Donautal. Heute Abend war für ihn Heimspiel: Musikantenstadl aus der Passauer Dreiländerhalle. Die TV-Show wurde zum perfekten Aushängeschild für die Perle an Donau, Inn und Ilz. Und dann auch das noch: Beim Nachwuchswettbewerb hatte Spitzbua Markus aus Passau die Nase vorn!

Der gebürtige Wiener Borg scheint seine neue Heimat rundum zu genießen. Er erzählt, dass er schon über Hundsdorf und Hauzenberg nach Wegscheid geradelt sei, um hinterher festzustellen, dass es entlang der Donau weniger anstrengend gewesen wäre. Er bekennt sich als Anhänger der Passauer Bierfeste, der Herbst- und Maidult, und liebt es, dabei inkognito zu bleiben. „Bis an dem Abend, als mich eine Standlfrau am Ausgang erkannte und beschenkte“, berichtet er. Jetzt kennen wir eine seiner süßen Lieblingsspeisen: Krepp, die hauchdünnen Pfannkuchen, mit „Nute… - Nussnougat-Creme“, wie er gerade noch der Falle für Schleichwerbung entgeht.

Wolfgang Fierek („Resi, i hol di mit meim Traktor ab“) parkt seine Harley-Davidson an der Ortsspitze und spielt Fremdenführer. Die Kulisse der Stadt habe ihn das erste Mal seit der Geburt „sprachlos gemacht“. Er erzählt dem TV-Zuschauer vor der Uni vom einzigartigen Studiengang „Kulturwirt“, am Domplatz von der Unglaublichkeit, dass Wien einmal eine Passauer Pfarrei gewesen sei und auf einem Blumenbeet vor dem grünen Hochhaus fällt ihm zum neuen Passau nur ein Satz ein: „Jetzt habe ich das auch gesehen“. Ansonsten hört er auch auf der Stadlbühne mit seiner Schwärmerei nicht auf: „Hier kann man alles machen, nachts um die Häuser zieh´n, sehr gut essen gehen oder sich den göttlichen Segen holen.“

Beim Nachwuchswettbewerb amüsiert die Volksmusikgemeinde der Kandidat aus Passau, der 27-jährige gelernte Konditor und Musikant Spitzbua Markus.

In seinem Garten füttert er für die Kamera begeistert Enten und ein geflecktes Schwein. Dann führt er im Stadl sein Lied vom „Pipi Henderl“ so enthusiastisch vor, hüpfend, Pirouetten drehend, Grimassen schneidend, dass die Kameraleute Mühe haben, das jodelnde Springinkerl einzufangen. Sein Dialekt muss zu passauerisch gewesen sein. Der Moderator übersetzt für das Publikum „nördlich von Nürnberg“ die Geschichte vom Spitzbuam und seinem Borstenvieh: „Die Sau hat anfangs bei ihm im Zimmer gewohnt, als sie zu groß geworden ist, musste sie nach draußen“.

In die Dreiländerhalle, Heimat des Passauer Dultstadls, zieht echte Wiesn-Stimmung ein, als Chris Böttcher seinen Oktoberfest-Hit „Zehn Medda geh“ zum Besten gibt. Andy geht an seine Grenzen und macht den Spaß mit: Er schlüpft in pinkfarbene Stöckelschuhe, watschelt über den 10-Meter-Laufsteg und kürt sich lachend zu „Germany´s next Top-Trottel“.

Auf Hochglanz polierte alte Traktoren rollen hinter Fiereks Motorrad durch die Halle und verpesten kurz die Stadlluft, später sind Tränen der Rührung angesagt: Andy hat den  „Amigos“ als Überraschungsgast ihre Mutter ins Studio geholt.

Warum in den letzten Tagen farbige Touristen mit "CSU"-Käppis in der Provinzstadt für Gelächter und Verwirrung sorgten, ist nun auch geklärt: Es waren die aus USA angereisten Mitglieder des Studentenchores von Ohio, die drei Buchstaben sind die Abkürzung für ihre "Clevland State University". Mit dem Kirchenlied "Amazing Grace" nehmen sie in der Stadlshow Abschied von Nationaltorwart Robert Enke.

Nicki aus Plattling („Wenn i mit dir tanz“) steigert nochmals die Niederbayern-Quote der Sendung. Und dann warteten wir gespannt auf die Platzierung vom Passauer Spitzbuam. Er hat die Konkurrenz aus Österreich und der Schweiz glatt weggejodelt und ist eine Runde weiter im Stadl-Nachwuchswettbewerb. Juhu!

 

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