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Printmagazin | Donnerstag, 27. Dezember 12

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Ottos Einkaufscenter versprechen den Städten Glanz - aber tatsächlich führen sie zur Verödung traditioneller Geschäftslagen. (Photo: Tobias Köhler für mediendenk)
Wie Otto Städte zerstört

„Stadtgalerie“: ECE schlägt neue Wunden

Das 2008 eröffnete Einkaufszentrum (ECE) des Hamburger Milliardärs Alexander Otto fügt durch seine Sogwirkung der alten Passauer Geschäftswelt bis heute Narben zu. In der Dreiflüssestadt verhüllt sich die „ECE“ hinter dem beschönigenden Namen „Stadtgalerie“.

Nach mehr als 50 Jahren verlässt zum Jahresende das bayerische Familienunternehmen „Bonbonniere Hornung“ die Dreiflüssestadt. Mit dem Abriss eines Wohn- und Geschäftshauses, das dem Einkaufszentrum der "ECE" weichen musste, verlor der Traditionsladen seine gute Lage zwischen Bahnhof und Ludwigsplatz. Zwei Standortwechsel, zuletzt in die Theresienstraße, einem Seitenarm der alten Fußgängerzone, brachten nicht den erhofften Erfolg. Am Angebot liegt es offenbar nicht: Der Spezialanbieter für Pralinen, Schokolade, Tee und Kaffee floriert mit Filialen in Ansbach, Nürnberg, zweimal in Deggendorf und zweimal am Hauptsitz in Regensburg. Mieter der "ECE Passau", einem "zweitklassigen Einkaufszentrum" zu werden, kam für die Betreiber nicht in Frage.

Ein trostloses Dasein als Geisterhaus fristet wegen der "ECE" die benachbarte "Donaupassage" (17.000 Quadratmeter, eröffnet 1988) gegenüber vom Hauptbahnhof. Dort zog sich diesen Winter ein weiterer Händler zurück, ein Babyausstatter („Baby Walz“) mit 60 Filialen im deutschsprachigen Raum. Bleiben von ehemals 22 Anbietern 4: ein Discounter („Norma“), ein Lederwarengeschäft, ein Möbelgebrauchtmarkt und ein Café. Mit dem Wechsel der Modekette „C&A“ von der Donaupassage in die "ECE" hatte der Dominoeffekt eingesetzt.

Leer stehende Ladenräume und häufige Mieterwechsel sind das Los der alten Passauer Fußgängerzone seit Bestehen des "ECE"-Projekts. In der "ECE" selbst gab es auch schon Mieterwechsel, weil sich die hohen Mieten wahrscheinlich nicht immer erwirtschaften lassen.

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11:02
Sonntag
17. November 2019
 
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KULTURKALENDER
17.11. | Sonntag
HAIDENHOF SÜD
Weltfrühgeborenentag 2019
 

Die Kinderklinik bietet an diesem Tag ein Rahmenprogramm mit Musik, Clown und Kinderschminken. Ort: Kinderklinik Passau, Bischof-Altmann-Str. 9.

Bischof-Altmann-Str. 9

14:00 Uhr | Eintritt frei
MEDIENZENTRUM
„Vorsicht, Kinder! Oper!“
 
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Oper für Kinder ab vier Jahren. Es singen und spielen Mitwirkende des Landestheaters und die Niederbayerischen Philharmonie unter der Leitung von Basil H. E. Coleman.


15:00 Uhr | 15/ 10/ 7 Euro
METROPOLIS
Bolshoi Ballett
 
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Im Mittelpunkt des balletts Le Corsaire steht die Liebesgeschichte zwischen dem Korsaren Konrad und der Griechin Medora, die in einen Harem verkauft werden soll. Zweimal muss Konrad sie entführen, ehe sie frei dem Ruf der Liebe folgen kann. Le Corsaire wurde komplett überarbeitet, um der Ballettgruppe mehr Möglichkeiten zum Tanz zu geben. Aufwendig inszeniert im Bolschoi-Theater.

16:00 Uhr | ab 21,50 Euro
CAFÉ MUSEUM
Sinfonia de Carnaval
 

Abwechslungsreiches Duo an den Instrumenten Cello, Akkordeon (Anna Lang) sowie Posaune und Perkussion (Alois Eberl). Doppelstimmiger Gesang.


18:00 Uhr | 14 Euro, ermäßigt 7 Euro
OPERNHAUS
Amadeus
 

Schauspiel des britischen Dramatikers Peter Shaffer (1926-2016) über Antonio Salieri, den Neider und Widersacher Wolfgang Amadeus Mozarts. 


18:00 Uhr | ab 7,50 Euro
RATHAUSSAAL
Abschlusskonzert Young Classic Europe
 
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Das Sinfonieorchester des Musischen Gymnasiums Salzburg spielt zusammen mit dem franko-spanischen Gitarristen Thibaut Garcia (Foto). Auf dem Programm stehen neben zwei Südeuropäern die Symphonie Nr. 5 von Beethoven.


18:00 Uhr

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