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Nachrichten | Mittwoch, 30. Januar 13

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Im Herbst 2009 waren Eisenbahnfreunde mit einer Draisine unterwegs, um für Gutachter die zugewucherten Gleise in der Innstadt freizuschneiden. (Photo: mediendenk).
Bahnbetreiber beantragt Zuschüsse

Debatte um Granitbahn neu entzündet

Ob die Granitbahn von Passau nach Hauzenberg je wieder in die Gänge kommt? Die einen Stadträte wollen am südlichen Innufer der Stadt eine Fußgänger- und Fahrradpromenade erschließen, die anderen nach dem Vorbild der Ilztalbahn eine neue touristische Verkehrsverbindung.

Der Pächter der Strecke, Geschäftsführer Gerhard Curth von der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE), hat die Passauer Stadträte mit einem Schreiben angeblich überrascht, für mehr Verärgerung als Sympathien gesorgt. Er beantragt von der Kommune für die Reaktivierung der Strecke einen Zuschuss von 275.000 Euro; mit einem ähnlichen Brief vom Landkreis rund 320.000 Euro.

Das tote Gleis, mit der Kräutlsteinbrücke über die Donau, führt auf der Strecke von Passau nach Hauzenberg auf sechs Kilometern über Stadtgebiet. Hier soll der Sanierungsbedarf am größten sein. Die Gesamtinvestition beziffert Curth für die Strecke Passau-Voglau-Hauzenberg-Obernzell mit knapp 900.000 Euro. Ein Drittel könne man, auch mithilfe des Fördervereins, selbst tragen.

Erklärte Gegner, den Zugverkehr in der Innstadt wieder aufzunehmen, sind Dr. Gerhard Waschler (CSU), Alois Feuerer (FWG) und Andreas Dittlmann (FDP). Die ersten beiden schlagen vor, im Fall des Falles die Bahnverbindung flussabwärts am Hafen Lindau beginnen und enden zu lassen.

Grüne und ÖDP stehen dem Projekt grundsätzlich wohlwollend gegenüber, auch angesichts des Zuspruchs der reaktivierten Ilztalbahn. Auf Antrag von Paul Kastner (ÖDP) wurde die Abstimmung vertagt und zur Beratung in die Fraktionen verwiesen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper, der die Sitzung leitete, fand breite Zustimmung mit seiner Kritik, dass die DRE zu dünne Fakten liefere, von den Kommunen Leistungen fordere, aber offenbar selbst nichts bewege.

Wie die Mehrheit der Innstädter eine mögliche Zuganbindung nach Hauzenberg und zum Hauptbahnhof beurteilt, entzieht sich der Kenntnis der Volksvertreter. Eine Bahn als alternative Verkehrsanbindung – es gibt nur eine Autobrücke – finden viele Bewohner vielleicht attraktiv. Andere befürchten, dass die DRE das erschlossene Gleis für schwere Gütertransporte nutzen könnte. In Curths Schreiben heißt es allerdings, dass die Bahnstrecke "vor allem touristisch orientiert" genutzt werden soll.

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