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Nachrichten | Dienstag, 19. November 13

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Konferenzräume mit Aussicht, lichtdurchflutete Innenhöfe und Treppen: Blick in das neue Stadtviertel an der Grünaustraße. (Photo: mediendenk)
Stadtbewahrer im neuen Stadtviertel

Neue Mitte: Kapfinger zeigt, wie´s besser geht

Nach einem Rundgang durch das neue Stadtviertel zwischen Bus- und Hauptbahnhof haben die schärfsten Kritiker eines Passauer Investors versöhnliche Töne angeschlagen.

Innenhöfe und Dachgärten, helle Fassaden und hoch geschnittene Fenster, Wege und Treppen aus Granit, Photovoltaik und Fernwärme. Die Stadtbewahrer vom „Forum Passau“ sind vom neuen Projekt des Immobilienmillionärs Michael Kapfinger durchaus angetan. Städtebaulich und ökologisch gesehen hat der Bauherr einen großen Sprung nach vorne gemacht. Als Bausünde wird ihm sein grüner Hochhausturm (eröffnet 2006) und die kalte Architektur der „Neuen Mitte“ bis heute nachgetragen.

Neues Uni- und Büroviertel
Im „Quartier Mitte“, wie es der Investor getauft hat, gruppieren sich terrassenförmig angelegte Neubauten mit rund 11.000 Quadratmetern Nutzfläche um denkmalgeschützte alte Villen aus der Gründerzeit. Knapp 5.000 Quadratmeter belegt die Uni Passau (Seminar- und Lehrräume für 1.000 Studenten), 1.800 Quadratmeter ein Jobcenter, 1.600 Quadratmeter ein Unternehmen für Software- und Informationstechnik, das von Frankfurt und Deggendorf nach Passau wechselte. 

Etwa 2.000 Menschen arbeiten und studieren in diesem neuen Passauer Stadtviertel (40 oberirdische Parkplätze, 360 Stellplätze in der Tiefgarage). Manche Gebäudeteile mussten mit panzerglasdicken Fensterscheiben versehen werden, um den Eisenbahnlärm draußen zu halten. In unmittelbarer Nähe donnern ICEs und Güterzüge aus dem Tunnel unter dem Kleinen Exerzierplatz, der Fernstrecke Passau-Wien.

Gestaltungsbeirat als "kostenlose Berater"
Die Debatten mit den Architekten des städtischen Gestaltungsbeirates* (zurückgetreten in der Debatte um das Oberhaus-Restaurant) könne man als „lästig und aufwendig“ sehen oder als "fruchtbar", sagt der Sprecher des Investors. Aber ohne sie wäre das Ergebnis nicht so gut geworden, würden hier wohl drei zweckdienliche Gebäuderiegel stehen. Man könne dieses Gremium als „intensive, kostenlose Beratung“ sehen.

*der Gestaltungsbeirat der Stadt Passau wird offenbar gerade neu besetzt, zum Trio gehören künftig  angeblich der Münchner Architekt Muck Petzet, Sohn eines ehemaligen obersten bayerischen Denkmalpflegers, und eine Linzer Architektin.

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