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Nachrichten | Dienstag, 07. Juni 16

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Feuerwehrleute mit Drehleiterfahrzeug, Polizeibeamte und Sanitäter erkunden die Lage an der Neuen Residenz. Ein Nachbar hatte Rauch am Dach des Prunkgebäudes entdeckt. (Photo: Hubert Scheungraber/Bürgerblick)
Spektakuläre Nachteinsätze

Falscher Rauchmelder und radelnde Flüchtlinge

Passau - Die Nacht der Einsätze, die Bürger erschreckt haben, sich aber zum Glück als harmlos herausstellten: Mit Blaulicht, Sirene und hohem Tempo bewegten sich um 22.15 Uhr zwei Züge der Feuerwehr zum Residenzplatz. An den Auffahrten der Marienbrücke positionierten sich fast zur selben Zeit je zwei Kombis der Bundespolizei mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Gefahr in der Altstadt? Nein. Dort ein Fehlalarm, da eine Routinekontrolle zur Abwehr von Flüchtlingen.  

Ein Anrufer hatte die Rettungsleitstelle alarmiert, das von der benachbarten bischöflichen Neuen Residenz Rauch aufsteige. Wegen des vermuteten Dachstuhlbrandes riefen die Funker zwei Löschzüge zum Einsatzort, Hauptwache und Innstadt. Das Drehleiterfahrzeug sorgte für Aufsehen, als es eilig gegen die Einbahnstraße die Abkürzung über die Theresienstraße zur Altstadt nahm. Mit den Einsatzzügen der Feuerwehr trafen auf dem Residenzplatz vor dem barocken Prunkbau auch Rettungswagen und Polizeistreifen ein. Kurz darauf konnte der Großeinsatz abgebrochen werden. Die Beobachtung des Nachbarn stellte sich als Irrtum heraus.

Fast zur selben Zeit bezogen ein Dutzend Beamte der Bundespolizei mit vier Einsatzwagen auf der Marienbrücke Stellung. Strategisch je zwei Besatzungen an einem Brückenkopf. „Wir haben hier eine Grenzkontrolle errichtet“, erklärte eine junge Beamtin den Passauer Autofahrern. Die Grenzlinie verlief erneut dort, wo keine Grenze ist, zwischen den Passauer Stadtteilen Innstadt und Altstadt.

Zwei junge Männer mit Fahrrad, der eine dunkelhäutig, der andere arabisch aussehend und bärtig, waren die ersten Nachtschwärmer, die bei dieser "Grenzkontrolle" gestoppt wurden. Sie radelten von der Innstadt Richtung Altstadt. Flüchtlinge, die sich geschickt mit Fahrrädern getarnt haben, um illegal einzureisen? Ihre Ausweise klärten die Beamten auf, dass beide aus Syrien stammen, als anerkannte Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre besitzen und in Passau wohnen.

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