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Meinung | Mittwoch, 26. Juli 17

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Blaulichtfahrzeuge vor dem chinesischen AfD-Veranstaltungslokal. (Photo: mediendenk)
Viel Polizei, wenig Zuhörer

AfD-Parolen unter roten Papierlaternen

Unter dem Schutz von 60 Polizeibeamten und dem Protest von 50 Demonstranten ist am Abend der bayerische Landesvorsitzende der AfD in Passau in einem chinesischen Restaurant vor zwei Dutzend Zuhörern aufgetreten.

"Es wäre zu Übergriffen gekommen, wenn wir nicht dagewesen wären", rechtfertigte der Einsatzleiter das in der Relation zur Veranstaltung hohe Polizeiaufgebot. Nach einer seriösen Schätzung der Teilnehmer gefragt, sagte er "20 bis 25 bei der AfD und 50 auf der Gegenseite".

Die Teilnehmer der Demo, zu welcher der "Runde Tisch gegen Rechts" aufgerufen hatte, waren vom Kleinen Exerzierplatz am AfD-Veranstaltungslokal "Mandarin" vorbei zur Alten Presse gezogen, wo die Schlusskundgebung stattfand. Ein Dutzend Streifen- und Mannschaftswagen waren in der Neuen Mitte aufgefahren, die meisten parkten direkt vor dem AfD-Lokal in der Dr. Hans-Kapfinger-Straße.

Der Landesvorsitzende, er heißt Petr Bystron, der unter den chinesischen roten Papierlaternen laut Programm über "Asylchaos" wetterte, fand eine stumme Gegenrede in einem Mahnmal, das am Tag seines Vortrags in Blickweite am Kleinen Exerzierplatz aufgestellt worden ist: ein Grabhügelchen mit Kreuz und einer Inschrift auf Pappe "Abschiebungen stoppen!"

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Mittwoch
18. Oktober 2017
 
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