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Meinung | Mittwoch, 23. Oktober 19

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Das schlossgelbe Wohnhaus Wörthstraße 7 im Klinikviertel: Bürger und Fachleute kämpfen für den Erhalt des Zeitzeugen für hochwertige Architektur vor 100 Jahren. (Foto: mediendenk)
Passauer Klinikviertel

Diözesanbaumeister: Sieben Argumente gegen Abriss dieses Wohngebäudes

Den Passauer Bürgerantrag, ein hochwertiges Wohngebäude aus den Goldenen Zwanzigern im Klinikviertel für die Nachwelt zu erhalten, unterstützt Diözesanbaumeister Jochem Jarzombek. Er hatte sich seinerzeit an die Stadtpolitik, an Stadtrat und Historiker Matthias Koopmann gewandt, den Abriss zu verhindern. Hier seine Argumente:

  • Das Gebäude Wörthstrasse 7 ist ein erstklassiges Musterbeispiel für einen hochqualitätsvollen Wohnungsbau, wie er auch in Passau Ende des 19.  Und Anfang des 20. Jahrhunderts üblich war. Das einmalige und besondere an dem Gebäude ist der verhältnismäßig gute Zustand in dem sich das Gebäude noch befindet, auch weil es bis vor kurzem noch bewohnt worden ist.
     
  • Die Fassade zeigt die typischen Stilelemente Sattel- und Walmdach mit ortstypischer roter Ziegeldeckung, Stehgauben, Schleppgauben, Sprossenfenster, Fensterläden, Putzverzierungen wie Faschen und Gesimse, Fassadenanstrich in der klassischen Kombination ocker-weiß mit weißen Fensterrahmen und tannengrünen Fensterläden.
     
  • Das Gebäude Wörthstrasse prägt das Ortsbild und wirkt identitätsstiftend für diesen Ortsteil.
     
  • Unabhängig von einer Einordnung in die bayerische Denkmalliste wird von vielen Personen, Anwohnern und Mitbürgern das Gebäude als Baudenkmal erkannt, das erhalten werden sollte eine Nutzung und Umbau als Schwesternwohnhaus würde sich aufgrund der Kleinteiligkeit der Wohnungsgrundrisse anbieten.
     
  • Ein Erhalt des Bestandsgebäudes, eine Sanierung und Umbau würde der Stadt Passau gut anstehen und wäre eine positive Schlagzeile für den Erhalt von gebauter Heimat.
     
  • Eine Vernichtung des Gebäudes wäre ein großer Verlust für die Baugeschichte, das Ortsbild und die Aufenthaltsqualität der Umgebung und der Stadt Passau.
     
  • Ein Abriss wäre die logische Konsequenz der städtischen Stadtentwicklungsplanung für den Standort des Klinikums. Demzufolge handeln die Entscheider sicher richtig. Aber man sollte rechtzeitig die Frage stellen dürfen, ob eine weitere Ausweitung des Standortes vor dem Hintergrund des zunehmenden Auto-, Liefer-, Betriebs-, Notfall- und Flugverkehrs und der mittlerweile hoch ausgelasteten Verkehrsweginfrastruktur längerfristig sinnvoll und richtig ist.

Für den Erhalt des Gebäudes hat eine Gruppe von Bürgern eine Unterschriftenaktion gestartet. Jarzombek ist Leiter des Bau- und Kunstreferats der Diözese.

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21. November 2019
 
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