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Meinung | Samstag, 16. Februar 19

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Szene aus "Ariodante": Emily Fultz (Dalinda), Mark Watson Williams (Lurcanio), Peter Tilch (Il Re), Maria Pitsch (Ginevra), Sabine Noack (Ariodante), Chor. (Foto: Peter Litvai)
Premiere von "Ariodante"

Händels meisterhafte Barockoper

Beginnen wir einen großen Opernabend, der heute Abend Passau bevorsteht, mit seinem großen geschichtlichen Hintergrund. 

Der italienische Humanist und Autor Ludovico Ariosto hat vor 500 Jahren ein literarisches Werk geschaffen, das über die Jahrhunderte Komponisten in Europa immer wieder aufgegriffen haben: der „Rasende Roland“; es erzählt von der zerstörerischen Kraft einer unerfüllten Liebe. Einer der größten Musiker der Geschichte, Georg Friedrich Händel („Messiah“, „Wassermusik“), nahm es 200 Jahre später zur Vorlage für seine Oper „Ariodante“. 

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Szene aus "Ariodante": Reinhild Buchmayer (Polinesso), Emily Fultz (Dalinda)
Das barocke Passauer Opernhäuschen wird heute Abend zum Schauplatz dieses berauschend barocken Meisterwerks. „Dunkle, tieftraurige Arien wechseln sich ab mit hellen Naturszenen von pastoraler Atmosphäre“, schreibt der Sprecher des Landestheaters. Orchester und Opernsänger jauchzen in „überschwänglicher Freude“, stürzen in „tiefe Schwermut“ und erstarren in „plötzlicher Todesangst“.

Der Kunst nicht genug: Jeder Akt enthält Tanzszenen, die Händel für die französische Tänzerin Marie Sallé und deren Truppe komponierte; er hatte die zehnjährige Sallé bei einer Aufführung erlebt, sie später vom Pariser Jahrmarktstheater nach London geholt.

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Szene aus "Ariodante": Sabine Noack (Ariodante), Mark Watson Williams (Lurcanio). (Foto: Peter Litvai)
Die Oper wurde am 8. Januar 1735 in London im Königlichen Opernhaus in Covent Garden uraufgeführt. Händel hat sie in zehn Wochen komponiert, was für seine Art langsam war. Er hatte ein junges Ensemble verpflichtet: in der Hauptrolle des Ariodante ein 31-jähriger Kastrat, für die Choreographie die 28-jährige Sallé, einen 17-jährigen Tenorsänger für die Rolle des Lurcionos.

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Szene aus "Ariodante":Gabriel Bittner (Odoardo), Reinhild Buchmayer (Polinesso), Mark Watson Williams (Lurcanio), Peter Tilch (Il Re), Maria Pitsch (Ginevra). (Foto: Peter Litvai)
"Von allen Opern Händels, ist Ariodante die vielleicht für ein ungeschultes modernes Publikum am leichtesten zugängliche", schreibt der britische Musikwissenschaftler und Händel-Experte Winton Basil Dea.

Besetzung
Il Re, der König von Schottland: Peter Tilch; Ginevra, seine Tochter: Maria Pitsch; Dalinda, ihre Hofdame: Emily Fultz; Ariodante, ein Ritter: Sabine Noack; Lurcanio, sein Bruder: Mark Watson Williams; Polinesso, Herzog von Albany: Reinhild Buchmayer; Odoardo, Diener des Königs: Gabriel Bittner; Tänzer: Sophie Luckeneder, Loana Oehme, Judith Speckmaier und Ursula Geef.

Niederbayerische Philharmonie

Chor des Landestheaters Niederbayern

Musikalische Leitung: Margherita Colombo; Regie: Stephen Medcalf; Bühne: Karlheinz Beer; Kostüme: Iris Jedamski; Choreografie: Michael Schmieder; Chordirektion & Einstudierung: Eleni Papakyriakou.

Dauer: drei Stunden.

Aufführungen am 16. Februar (Premiere), 9., 10. und 29. März, 12., 20. und 21. April.

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Dienstag
22. Oktober 2019
 
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