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Meinung | Samstag, 23. September 17

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Der österreichische Komponist Joseph Haydn (1732-1809) schuf das Kaiserlied, heute Melodie der deutschen Nationalhymne.
Opernpremiere

Joseph Haydns herrliche Mondfahrt vor 200 Jahren

Auswandern dorthin, wo die Welt noch in Ordnung ist – wer wollte das nicht in diesen Tagen eines fast hysterischen Wahlrummels.

Die Freunde des Theaters haben am Vorabend des Wahlsonntags die Gelegenheit, wundervoll abzuschalten: „Die Welt auf dem Monde“ wird als erste Premiere der neuen Spielzeit im Fürstbischöflichen Opernhaus zu Passau aufgeführt, eine komische Oper des österreichischen Komponisten Joseph Haydn (1732-1809). Er gilt als der Vater der klassischen Symphonie und des Streichquartetts, wird in einem Atemzug mit Mozart genannt.

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Traumwelt auf dem Mond: Szene der Haydn-Oper "Die Welt auf dem Monde" (Foto: Peter Litvai)
Es geht um eine Flucht aus der Welt. Jahrhunderte vor der ersten Mondlandung tat Komponist Haydn diesen Schritt mit seinem Fantasiestück auf der Opernbühne. Inhalt: Ein einsamer, verbitterter Witwer verweigert seinen Töchtern die Heirat mit ihren Auserwählten. Seine Begeisterung für den Mond benutzen sie, ihn umzustimmen. Mit Fernrohr und Drogen wird ihm eine Reise auf den Erdtrabanten vorgegaukelt. Als der Mondträumer den Schwindel erkennt, wäre das Ziel der Beteiligten beinahe verloren.

Haydn genoss ein Leben fern von der Hektik des Alltags. Er wirkte als Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Adelsfamilie Esterhazy. Im prächtigen Esterhazy-Schloss von Eisenstadt im  Burgenland, heute Schauplatz der Haydn-Festspiele, wurde „Die Welt auf dem Monde“ vor fast genau 240 Jahren uraufgeführt.

Derbe Komik trifft in dieser Oper auf die mitreißende Musik der Frühklassik.

Besetzung

Mark Watson Williams (Ecclitico)

Sabine Noack (Ernesto),

Kyung Chun Kim (Buonafede)

Maria Pitsch (Clarice)

Emily Fultz (Flaminia)

Reinhild Buchmayer (Lisetta)

Peter Tilch (Cecco)

Niederbayerische Philharmonie

Musikalische Leitung

Margherita Colombo

Regie

Aron Stiehl

Bühnen- und Kostümbild

Franziska Jacobsen

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