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Meinung | Freitag, 01. Juni 18

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Aus dem Reisetagebuch des bayerischen Ministerpräsidenten.
Protz im Netz

Söder, seine eilige Heiligkeit

Söder hat sich im Netz bis auf die Knochen blamiert. Als sprachlicher Tiefflieger und reisender Überflieger.

„Heute Besuch des heiligen Vaters im Vatikan“, schreibt Söder auf Twitter und stellt sein Foto dazu. „Wen der Heilige Vater denn im Vatikan besuche?“, belustigen sich die einen mit Rückfrage; die anderen geben als Antwort: Der Satz sei doch grammatikalisch richtig, denn Söder sei doch der Heilige Vater selbst. Es setzt Frotzeleien. Den Einbürgerungstest würde der Ministerpräsident mit solchen sprachlichen Schnitzern nicht bestehen.

Zudem zeigt Söder mit einem Foto aller Welt, dass er im Premiumsegment reist: Privatjet statt Linie. Ob der Steuerzahler dafür aufkommen muss, diese Frage treibt viele Kommentatoren um. Bild hat eine Anfrage an die Staatskanzlei gestellt, wie sich das rechtfertige. Eine Antwort des Charterunternehmens, was dieser Flug kostet, steht aus.

Wie in einem Werbespot für allwettertaugliches Haarspray posiert Söder auf der Einstiegstreppe seines Privatjets. Dunkelblaues Poloshirt, Sakko lässig geschultert, helle Leinenhose, braune Aktentasche. Er ist unterwegs mit einer "Dornier 328", Platz für 32 Personen, drei Besatzungsmitglieder, Spitze 780 km/h. „Wir bieten einen First-Class-Service für Reisende, die weder Zeit noch Geld zu verschenken haben. Sie bestimmen den Flugplan“, heißt es im Prospekt.

Söder, der Franke, gibt im Netz den peinlichen Protz. Manche Politiker wären gut beraten, das Handy öfters mal wegzulegen. Scheuer, der Niederbayer in Berlin, hat dazugelernt. Er überlässt die Netzarbeit seinem Pressesprecher.

Medienecho:

  • "BILD hakte nach - Warum flog Söder im Privatjet zum Papst?"
  • "Markus Söder erntet für Foto zu Papst-Audienz viel Spott" (Morgenpost)
  • "Heiliger Bimbam! Bayerns Landesvater ist jetzt auch Papst" (Stern)
  • "Markus Söder twittert sich in kruder Grammatik selbst zum Papst" (Meedia)
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Samstag
19. Januar 2019
 
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Endstation Sehnsucht
 

Ballett-Koproduktion mit dem Südböhmischen Theater Budweis. Vorlage ist das gleichnamige 1947er Drama des US-Amerikaner Tennessee Williams. Es handelt von einer verarmten Schönheit, die vor der Vergangenheit und der Realität in Scheinwelten flüchtet.


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Parapluie
 
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Mit Akkordeon, Violine und Kontrabass führt das Quartett ein in die musikalische Welt der 1920er und 30er Jahre.


20:00 Uhr | 14 Euro, ermäßigt 7 Euro
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Der Herr Karl
 

Politisches Puppentheater mit Niko­laus Hab­jan.


20:00 Uhr | 23 Euro, ermäßigt ab 10 Euro

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