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Meinung | Mittwoch, 16. Oktober 19

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Blick auf das Naturdenkmal "Landbauamtgarten", ein Wiesenhang mit Birken. Es erstreckt sich unterhalb des Klosters bis zur Mariahilfstraße; in der Kurve (unterer Bildrand) wäre ein Kindergarten geplant. (Foto: mediendenk).
Ex-Stadtrat unterstützt Bürgerinitiative

Verlust eines tröstlichen Blicks

Der Innstädter Alois Feuerer, ehemaliger Stadtrat, begrüßt die Kritik der Innstädter Bürgerinitiative "Lebenswerte Innstadt" am geplanten "Kindergartenbeubau im Naturdenkmal" - und wünscht ihr Erfolg, das Projekt zu stoppen.

Die Stadt hat sich nach Prüfung mehrerer Standortmöglichkeiten dafür entschieden, den neuen Kindergarten mit Krippe auf dem Gebiet des unteren Mariahilfberg seitlich der vielbefahrenen Marihilfbergstraße zu errichten (Anm. d. Red.: Die Planung ist derzeit gestoppt). Dagegen protestiert die Bürgergruppe „Liebenswerte Innstadt“ mit guten Gründen zurecht. Zu- und Abfahrt an der steilen vielbefahrenen Bergstraße sowie die Lärm- und Abgasbelästigung durch den Normalverkehr mit seinen ständigen unüberhörbaren Schaltvorgängen vor der ersten Kurve sind für den Standort nachteiliger als für den in Haibach-Ost (Anm. d. Red.: ursprünglich vorgesehener Staandort, städtisches Grundstück).

Der gravierendste Nachteil ist jedoch der Verlust eines zu allen Jahreszeiten „schönen tröstlichen Blicks“, der Fußgänger und Pilger vom Gehsteig der Straße über den nach zwei Seiten abfallenden Wiesenhang, hinauf zur herabgrüßenden Kirche seit Jahrhunderten erfreut. Dieser Annäherungsblick  hinauf zur Wallfahrtskirche mit ihrer herrlichen Doppelturmfassade wird dann durch das Gebäude verstellt und optisch durch die Zweckbauten verschmutzt sein. Asphaltierte Autostellplätze, Wendekreise, Stützmauern und Spielplätze werden viel Grünfläche und den Parkcharakter des Geländes vernichten. Wieder geht der Stadt ein kostbares und rares Stück unbebauter parkartiger Stadtlandschaft verloren.

Man sollte dem Beispiel anderer Städte folgen, die heutzutage alles daran setzen, einen solchen Eingriff in ein Naturdenkmal inmitten der klösterlichen-spirituellen Kulturlandschaft zu vermeiden und das kostbare Vorhandene zu bewahren statt zu vernichten.

In Haibach kann man nichts mehr kaputt machen. Zudem summieren sich dort für den Kindertransport durch die Eltern und Busse nicht so viele Gesamtkilometer. Der ideelle Preis für den Standort Mariahilfberg ist unvertretbar hoch. Es wäre wunderbar, wenn es der Bürgerinitiative „Liebenswerte Innstadt“ gelänge, den Stadtrat doch noch davon zu überzeugen, dass in Haibach-Ost der bessere und verlustärmere Standort für den Kindergarten wäre.

Alois Feuerer    

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