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Meinung | Montag, 16. Juli 18

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Die Livesendung "Jetzt red i" am Mittwochabend moderieren Tilmann Schöberl und Vera Cornette. (PR-Foto: BR)
Livesendung "Jetzt red i"

Wie Passau über Europa denkt?

Die Europastadt Passau, die mit dem Slogan „Grenzenlos lebenswert“ wirbt, hat sich das Redaktionsteam des Bayerischen Rundfunks als Schauplatz für die nächste Sendung aus der Diskussionsreihe „Jetzt red i“ ausgesucht. Thema: „Migration – Schicksalsfrage für Europa“.

Die Livesendung beginnt am Mittwoch um 20.15 Uhr in der X-Point-Halle.

Auf dem Podium stehen sich als Vertreter der CSU Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender im Europäischen Parlament, und für die SPD Uli Grötsch, der bayerische Generalsekretär gegenüber.

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Diese Zuschauerarena wird in der X-Point-Halle aufgebaut. Rund 100 Studiogäste haben Platz. (PR-Foto: BR)
Die Sendung wird moderiert von Tilmann Schöberl und Vera Cornette. Sie lebt davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger im Zuschauerraum lebhaft an der Diskussion beteiligen. Das Sendeteam baut in der X-Point-Halle in Passau-Kohlbruck eine Diskussionsarena auf, auf der etwa 100 Studiogäste Platz haben.

„Passau hat immer schon Europapolitik hautnah miterlebt“, schreibt die BR-Redaktion. Die Dreiflüssestadt genießt die Vorteile eines Europas ohne Grenzen und Passkontrollen, aber musste sich auch den Herausforderungen bei Flüchtlingsbewegungen stellen: aus Ungarn 1956, aus der DDR 1989 oder im Herbst 2015 von der Balkanroute.

Am Sendetag beginnt in Passau Söders neue "Grenzpolizei" zu wirken: Auf seinen Wunsch hin wird die bayerische Landespolizei zur Verstärkung der Bundespolizei bei der Überwachung der Grenzen eingesetzt. Die Kontrollen werden auf die kleinen Grenzübergänge ausgeweitet. Ist der nächste Schritt die Rückkehr zum Schlagbaum?

Der Migrationsdruck ist seit Monaten marginal. Doch die bevorstehenden bayerischen Landtagswahlen und die Angst vor der AfD scheinen bestimmte CSU-Politiker in einen populistischen Aktionismus zu treiben.

Ein Europa der Egoisten, nach dem Motto „Zuerst kimm i“, funktioniert schwieriger als ein Europa der Solidarität. Seehofer, der mit einer strengeren Zurückweisung von Asylbewerbern punkten wollte, spürte dies spätestens beim Zusammentreffen mit dem österreichischen Kanzler Kurz. Die Zurückweisungen, so stellte dieser klar, dürften auf keinen Fall seinem Land zum Nachteil gereichen.

Die Medien tragen Mitschuld, dass die Bürgerinnen ein verzerrtes Bild von Brüssel haben. Was Europa und das Wohl seiner Einwohner großartig voranbringt, wird in der Berichterstattung oft klein gehalten; was nach kleinen Gängeleien aussieht, wird gerne breitgetreten. Im Kopf der Bürger bleiben die Gurken- und die Datenschutzgrundverordnung.

Gesprächsstoff gibt es bei diesem "Jetzt red i" also genug.

 Kostenlose Karten reservieren Sie via E-Mail an jetztredi@br.de oder unter 089/5900-25299 (werktags von 9 bis 17 Uhr). Wenn Sie ihre Meinung im Netz teilen wollen unter www.facebook.com/BR24 oder per Mail an jetztredi@br.de

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