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Nachrichten | Donnerstag, 09. Februar 17

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Schallschutz der Bahn zwischen Passau und Pleinting: geplant (rot), gebaut (grün). (Quelle: Bahn)
Donau-Bahnlinie

Altlandkreis Vilshofen: Bau der Schallschutzwand beginnt

Lärmschutzwände sind manchmal umstritten wie Hochwassermauern. Was ist erträglicher: Zuggeräusche oder verbaute Sicht auf den Fluss? Im Altlandkreis Vilshofen hat diese Frage die Anrainer der Bahnlinie entlang der Donau gespalten. Die Sache ist fast so gut wie beschlossen: Ab Montag beginnt der Bau der Lärmschutzwand. 9,1 Kilometer lang, 11 Millionen Euro teuer, drei Meter hoch.

Pleintinger Bürger wehren sich
Der Bahnlärmschutz betrifft die Stadt Vilshofen, die Orte Pleinting, Sandbach und Seestetten. Das ist flussaufwärts gesehen geplant: 

  • Seestetten, eine 580 Meter lange Aluminiumwand entlang der „Seestetter Straße“, auf der vom Ufer abgelegenen Seite des Gleises;
  • Sandbach, eine 1.240 Meter lange Aluminiumwand zwischen „Steinmetzgasse“ und „Am Marterberger Bach“, auf der vom Ufer abgelegenen Seite des Gleises;
  • Vilshofen, eine 2,5 Kilometer lange Aluminiumwand beidseits vom Gleis  zwischen Klärwerk und dem Wartbach; beim ehemaligen Lagerhaus statt einer Aluminiumwand eine Mauer aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben;
  • Pleinting, eine rund 2.700 Meter lange Aluminiumwand beidseits der Gleise zwischen „Alte Straße“ und dem Bahnübergang „Thanneter Straße“; im östlichen Bereich des Ortes werden 1,5 Kilometer (zwischen Hauptstraße und Friedhofstraße, zwischen "Am Kaltendörfel" und "Alte Straße 22") ausgespart, weil Anwohner gegen den Bau der Wand klagen;

Bäume müssen Aluwand weichen
Am Montag beginnen Arbeiter damit, Bäume und Büsche zu schlagen, die der Lärmschutzwand im Wege stehen. Die Rodungsarbeiten werden sich über das gesamte Frühjahr hinziehen; im Sommer sollen die Fundamente für die Stützpfosten gegraben und gegossen, danach die Pfosten aufgestellt und die doppelwandigen Aluminiumwände eingezogen werden. Auf der Gleisseite sind die Wände gelocht; diese Technik soll verhindern, dass Schallreflexionen nicht verstärkt das Donautal und Bewohner der gegenüberliegenden Ufer belasten. Während der Bauarbeiten wird es zeitweise zur Behinderung des Zugverkehrs (ICEs und "Donau-Isar-Express" Passau-München) kommen.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Seitdem haben Bund und Bahn nach eigenen Angaben auf einer Strecke von rund 1.600 Bahnkilometern in Lärmschutz (Wände, Fensterverglasungen) investiert, 1,12 Milliarden Euro ausgegeben. Über 650 Kilometer Schallschutzwände wurden gebaut, 56.700 Wohnungen beruhigt, mitunter ihrer Aussicht beraubt. Das Projekt im Altlandkreis Vilshofen entspricht etwa einem Zehntel der Maßnahmen, die dieses Jahr geplant sind.

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