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Nachrichten | Samstag, 04. März 17

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Was kommt denn da? Der schwarze VW-Kombi treibt am Dreiflusseck die Donau hinab. (Foto: Philip Regnier/ Bürgerblick)
Sturz über Kaimauer

Bei Dreiflüsserundfahrt schwimmt Auto mit

Am Eröffnungstag der Dreiflüsserundfahrten hat ein schwimmendes Auto dem Fahrtgastschiff „MS Sissi“ die Schau gestohlen. Der schwarze VW-Passat-Kombi war zum Entsetzen seines Besitzers nahe dem Dreiflusseck in die Donau gerollt. Platsch!

Der 53-jährige Mann aus Thüringen hatte den schwarzen Mietwagen im „Ort“ auf einem der Parkplätze an der Kaimauer beim griechischen Restaurant „Korfu“ geparkt, um Ware auszuladen. Der Polizei hat er später versichert, dass die elektronische Handbremse ordnungsgemäß angezogen gewesen sei. Doch plötzlich habe sich das Auto selbstständig gemacht. Mit geöffneter Heckklappe, die restlichen Kartons auf der Ladefläche, stürzte es gegen 12.30 Uhr mit der Front voran über die Kaimauer und trieb davon.

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Von der "MS Sissi" aus fotografierte ein Münchner Tourist den Wagen, wie dieser Backbord vorbeitrieb. (Foto: Philip Regnier/ Bürgerblick)
Es gab an diesem warmen frühlingshaften Märzsamstag viele Schaulustige. Erst zückten an der Ortspitze Spaziergänger ihre Handys ob des spektakulären schwimmenden Gefährts, später Passagiere vom Dreiflüsserundfahrtschiff „MS Sissi“. Das Fahrtgastschiff war am Eröffnungstag der Saison auf seiner dritten Rundfahrt. „Als wir in den Inn drehten, schwamm das Auto an uns vorbei“, schreibt ein Münchner Tourist, der mit seiner Tochter an Bord war. Passend zum Kinderlied „Alle meine Entchen“ hatte der VW sein "Köpfchen in das Wasser" getaucht - die schwere Frontpartie mit dem Motor - und das "Schwänzchen in die Höh´" - das Heck mit der offenen Tür ragte auf.

Die alarmierten Einsatzkräfte, darunter Polizei, Wasserwacht und Feuerwehr, verfolgten das treibende Fahrzeug vom Ufer aus und auf dem Fluss mit fünf Booten. Das 1,7 Tonnen schwere Fahrzeug zu stoppen oder zu sichern, war nicht möglich. Nach etwa 1,5 Kilometern, in Höhe des "Rosen-Cafés", versank es ziemlich rasch in der Tiefe. Etwa zehn Minuten lang hatte es sich auf der Donau über Wasser gehalten. 

Kurzfristig war die Schifffahrt eingestellt worden, bis sich diese Maßnahme als unnötig herausstellte. Das Auto war mitten in der Fahrrinne versunken; die Donau misst dort 18 bis 20 (irrtümliche Angabe der Wasserschutzpolizei) bis zu acht Metern Tiefe. Ob das Fahrzeug geortet und geborgen wird, ist eine Frage des Aufwands. Am Donaugrund verrotten in diesem Flussbett wahrscheinlich mehrere Autowracks. Nach einem katastrophalen Starkregen im vergangenen Sommer waren mehrere Fahrzeuge vom Haibach mitgerissen und in die Donau gespült worden. Drei sind nicht mehr aufgetaucht.

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