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Nachrichten | Montag, 03. Juli 17

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Ortsumgehung Hundsdorf: 11 Millionen Euro für 1,5 Kilometer neue "Raserstrecke" (dreispurig) auf der Staatsstraße 2132. (Quelle: Staatliches Bauamt Passau)
Junger Kreisrat boykottiert Straßeneinweihung

Breiter, schneller, tödlicher

Anstelle den Sanierungsrückstand der bestehenden Straßen und Brücken zu beheben, baut der Freistaat Ortsumgehungen und Straßenverbreiterungen, neue Schnellstraßen, die zum Rasen animieren; weil auf diesen Rennstrecken Kreuzungen zur tödlichen Gefahr werden, folgen weitere Geldausgaben und Naturzerstörungen, um mit Kreisverkehren oder kreuzungsfreien Knoten das geschaffene Risiko zu reduzieren.

Diese Überzeugung hat Grünen-Kreisrat Toni Schuberl dazu bewogen, mit einer öffentlichen Protestnote die Einladung zur Eröffnung einer neuen Ortsumgehung im Landkreis Passau zu boykottieren.

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Kreisrat und Jurist Toni Schuberl.
„Wenn Sie das Rasen zum Programm erheben, wird Ihnen auch die kirchliche Segnung dieser Todesfalle nichts helfen“, schreibt Schuberl an den bayerischen Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck. Es geht um die Einweihung der Ortsumgehung Hundsdorf (Landkreis Passau). Schuberl nennt dieses Straßenbauprojekt ein „Denkmal des CSU-Größenwahns“.

Das Staatliche Bauamt Passau plane und baue seit vielen Jahren ein „Monsterbauwerk“ nach dem anderen, kritisiert der 33-jährige Jurist. Er nennt Beispiele aus der Region:

  • die Kreuzung in Waldkirchen
  • die Kason-Kreuzungen Ortenburg
  • die geplante Kreuzung in Freyung
  • die aktuelle Ortsumgehung für Hundsdorf (Spatenstich August 2013, 11 Millionen Euro für 1,5 Kilometer dreispurigen Ausbau)

Durch den „Verlust an Augenmaß und gesundem Menschenverstand“ werde das Leben junger Menschen gefährdet, Boden und Steuergelder verschwendet, Landschaft verschandelt und Natur vernichtet, zählt Schuberl die Auswirkungen der nach seiner Ansicht verfehlten Verkehrspolitik auf.

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