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Nachrichten | Montag, 03. September 18

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Der niederländische Schausteller Remco Kriek preist sein Karussell "Gladiator" als "höchstes transportable Loopingfahrgeschäft der Welt" an. (Foto: mediendenk)
Gefährlicher "Gladiator"

Das Wunder von Karpfham

Beim Besuch von Ministerpräsident Söder am Karpfhamer Volksfest ist ein maßkrugschweres Metallteil von einem Karussell aus 25 Metern Höhe in eine Menschenmenge gesaust.

„Ich selbst würde da niemals einsteigen“, sagte der niederländische Schausteller Remco Kriek, als er seinen neuen Giganten unter den Fahrgeschäften vor fünf Jahren vorstellte: „Gladiator“.

Wie an den Enden eines frei schwingenden Hammers werden zwei propellergetriebene Gondeln mit einer Maximalgeschwindigkeit von 85 km/h in 62 Meter Höhe gejagt. Da ist wichtig, dass jede Schraube, jeder Bolzen sitzt. Auf dem Karpfhamer Volksfest kam es jetzt erstmals zu einem Zwischenfall. Es grenzt an ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist.

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Das Metallteil löste sich aus 25 Metern Höhe aus dem Antriebskopf. Der "Gladiator" drehte sich auch in Passau: hier 2017 anstelle des Riesenrades auf der Herbstdult. (Foto: mediendenk)
Während das Karussell rotierte, löste sich am Antriebskopf des stählernen Standfußes in 25 Metern Höhe eine Abdeckplatte der Elektrik. Das Metallteil, mit drei Kilo Gewicht schwerer als ein voller Maßkrug, sauste zu Boden mitten in die Menge der vor dem Karussell wartenden oder flanierenden Volksfestgäste. Was für ein Glück: Es schlug zwischen den Menschen auf dem Asphalt ein. Erst als es nach dem Aufprall erneut hochschnellte, verletzte es einen 44-jährigen Mann aus Taufkirchen an der Vils an der Wade. So schildert es die Polizei in ihrem Bericht.

Nachdem von der Polizei herbeigerufene Techniker sich davon überzeugt hatten, dass die Sicherheit wieder gewährleistet ist, durfte der 47-jährige Niederländer nach etwa einer guten Stunde Zwangspause seine Attraktion wieder in Betrieb nehmen.

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Der "Gladiator" bei der Herbstdult 2017 in Passau. Heuer kommt hier eine Wildwasserbahn. (Foto: mediendenk)
Der Unfall ereignete sich am Samstagnachmittag, als Ministerpräsident Söder im größten Festzelt seinen Auftritt hatte; eine Viertelstunde bevor die CSU-Veranstaltung um 14.30 Uhr begann. Das Karpfhamer Volksfest im Rottal gilt nach dem Münchner Oktoberfest und dem Straubinger Gäubodenfest als das drittgrößte Volksfest Bayerns mit 400.000 Besuchern.  

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Auftritt des Ministerpräsidenten mit einem dramatischen Zwischenfall verknüpft ist. Vor einem Monat, als er in einem Münchner Biergarten sprach, brach ein Ast von einer Kastanie und verletzte elf Menschen.

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