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Nachrichten | Dienstag, 10. Oktober 17

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Silvester 2016 auf der Marienbrücke: Die Passauer hatten sich darauf eingestellt, dass sie die Brücke nicht betreten dürfen. Polizeiposten bewachten die Brückenköpfe. (Foto: Tobias Köhler/ Bürgerblick)
Keine Mehrheit für Verbot

Debatte um Silvestersperrzone "Marienbrücke"

Passau - „Das ist wieder so typisch deutsch und passauerisch, dass alles durchreguliert werden soll – bis zum Erbrechen“, stemmte sich eine Stadträtin gegen die Empfehlung der Stadtverwaltung, Silvesterfeiern auf der Marienbrücke fortan zu verbieten. Die SPD-Frau war sich einig mit den CSU- Stadträten, dem Vertreter der Grünen und der Passauer Liste. Die Silvestersperrzone "Marienbrücke"  bekam keine Mehrheit.

Mehr als eine Stunde lang haben die Passauer Stadträte im Ordnungsausschuss über das Für und Wider dieses Partyverbots auf der Brücke zu Silvester diskutiert. Es gab klare Fronten: Wer auf der Seite von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war, argumentierte für das Partyverbot, alle anderen plädierten für Freiräume und Selbstverantwortung der Bürger.

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Junge Leute mit Feuerwerkskörpern werden von Polizeibeamten aufgeklärt, dass die Brücke für Silvesterfeiern gesperrt ist. "Betreten der Brücke für Fußgänger und Radfahrer in der Silvesternacht von 23 Uhr bis 1 Uhr verboten", steht auf dem Schild.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten war der beliebte Silvestertreffpunkt im Vorjahr wegen „abstrakter Terrorgefahr“ erstmals für die Bürger gesperrt worden. Bereitschaftspolizisten bewachten die Brückenköpfe und hielten Fußgänger dazu an, die Brücke zügig zu passieren. Das feiernde Volk wich aus auf die Innpromenade oder den Fünferlsteg. Durch Nebel war ohnehin der Reiz des Schauspiels, das sich auf einer Brücke am besten bietet, begrenzt: Funkengarben, die sich im Wasser spiegeln.

Dass nach dem Berliner Terroranschlag die Stadt einen willkommenen Vorwand gefunden hatte, sich in Passau einer aufwändigen Organisation von Ordnungs- und Rettungskräfte zu entledigen, war ein naheliegender Vorwurf. Um die Sicherheit der Menschen bei der Ansammlung auf der Brücke zu gewährleisten, hat die Stadt über die Jahre hinweg Schritt für Schritt die Maßnahmen angepasst: Die Marienbrücke wird kurzfristig für den Autoverkehr gesperrt, alternative Rettungswege werden organisiert, Boote der Wasserwacht patrouillieren, Mitarbeiter des Bauhofs reinigen Gehweg und Fahrbahn.

Der Vorstoß der Verwaltung fand mit sechs gegen sechs Stimmen keine Mehrheit. Die Passauer sollen auch künftig ohne Reglementierung auf der Marienbrücke Silvester feiern dürfen. Das letzte Wort hat allerdings das große Stadtratsplenum.

Für ein Partyverbot zu Silvester auf der Marienbrücke. stimmten unter anderem Polizeibeamter Michael Schöffberger, Kreisjugendamtsleiter Franz Prügl (beide ÖDP), Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann (FDP) und Kripobeamter Siegfried Kapfer (Freie Wähler).

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Sonntag
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