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Nachrichten | Mittwoch, 06. Juni 18

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Der Spatenstich ist eine Inszenierung für die Presse: 21 Männer und 2 Frauen haben sich fürs Foto aufgestellt. (Foto: Stephan Schopf)
Von Frust und Freude

Der Blutwurz zieht um

Der Likör- und Spirituosenhersteller Penninger („Blutwurz“, „Bärwurz“), eine 1905 gegründete niederbayerische Traditionsmarke, verlegt seinen Hauptsitz von Hauzenberg (Landkreis Passau) nach Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau). Jetzt war Spatenstich für den neuen Produktions- und Schaubetrieb. Ein Umzug mit gemischten Gefühlen.

Bürgermeister Heinz Pollak von Waldkirchen reibt sich die Hände, einen neuen Steuerzahler und eine "Premiummarke" gewonnen zu haben. Die Brennerei werde Waldkirchen neue Besucher bringen und bessere Wahrnehmung, ist er sich sicher. Bislang verbindet der Bürger in der Region das Bayerwaldstädtchen mit der Marke „Garhammer“, einem großen Modehaus.

Ein Passauer Architekturbüro hat mit seinem Entwurf aus Glas, Holz und Stein den Zuschlag der Bauherren erhalten. Die Brennerei mit Besucherzentrum entsteht weithin sichtbar an einem Verkehrsknotenpunkt, dem Kreisverkehr der nördlichen Ortseinfahrt; auf einer grünen Wiese, 7.000 Quadratmeter.

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Juniorchef Stefan Penninger begrüsst die Gäste zum Spatenstich. (Foto: Stefan Schopf)
Als geschäftsführender Gesellschafter leitet Brennmeister Stefan Penninger, Jahrgang 1980, das Unternehmen. Der älteste Sohn von vier Geschwistern hat es von seinem Vater übernommen. Während sich der Seniorchef auf die Kräuterspezialitäten konzentrierte, sorgt der Juniorchef mit neuen Erzeugnissen, beispielsweise hausgebrannten Wacholderschnaps und Rum, für Aufsehen am Spirituosenmarkt. Regionale Erzeugnisse liegen im Trend.

Neu: Waldkirchener Whisky

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Penninger-Geschäftsführer Christoph Bauer übergibt Bauunternehmer Marco Schneider die Zeitkapsel, die für die Nachwelt verbuddelt wird; haltbar 200 Jahre. Zum Inhalt gehören Fläschen mit Blutwurz und Gin.
Nach eigenen Angaben beschäftigt die Brennerei Penninger rund 60 Mitarbeiter, produziert knapp eine Millionen Flaschen Spirituosen und Essig pro Jahr. „Wir setzen an diesem Standort Maßstäbe für die gesamte Branche, sowohl in Architektur als auch in Anlagentechnik“, heißt es in der Pressemitteilung. Penninger will am neuen Standort ein weiteres Fass öffnen: Destillation und Lagerung von Whiskey.

Frust in Hauzenberg
„Wir sind den Penningers eine gute Heimat solange sie es wünschen“, sagt die Hauzenberger Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer mit Frust in der Stimme. Man habe der Brennerei am ehemaligen Bahnhofsgelände, drei Kilometer vom alten Betrieb entfernt, ein 12.000 Quadratmeter großes Grundstück angeboten. Penninger habe seine Wünsche zu wenig offen kommuniziert, sonst hätte man Alternativen gesucht. Die Kriterien „weithin sichtbar“ und „Nähe zu einem Frequenzbringer“ seien am alten Bahnhof im Tal natürlich nicht erfüllt.

Die Eröffnung in Waldkirchen ist im Herbst 2019 angekündigt.

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20. August 2018
 
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