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Nachrichten | Mittwoch, 14. August 19

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Bauhofmitarbeiter haben am frühen Morgen sechs neue Sperrschilder montiert. Keine Durchfahrt mehr durch die enge südliche Innenstadt für Reisebusse und Schwerlaster von und nach Österreich. (Foto: mediendenk)
Südliche Passauer Innenstadt

Durchfahrtsverbot für Dieselriesen

Zwei Bauhofmitarbeiter haben heute um 7 Uhr die neuen Sperrschilder angeschraubt: Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr und Reisebusse durch die südliche Passauer Innenstadt.

Die Laster ab 7,5 Tonnen sind seit 1983 ausgesperrt, neu jetzt die Reisebusse. Denn es hat sich mit den bis zu 15 Meter langen Riesen ein lebhafter Pendelverkehr durch die engen Gassen entwickelt. Reiseunternehmen bedienen einen Kreuzfahrthafen im oberösterreichischen Engelhartszell; hinzu kommen ausländische Reisebusse, deren Fahrer die Staus der Einreisekontrollen auf der Autobahn umgehen wollen.

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Die südliche Passauer Umgehung führt für Schwerlaster und Reisebusse über Sauwaldstraße (Bezirksstraße 136) und A3. Das romantische Donautal (Nibelungenstraße B130 und "Straße der Kaiser und Könige") kann aufatmen. (Quelle: Google/ mediendenk)
Sechs neue Sperrschilder hat der Bauhof anfertigen lassen. So viele Zufahrtsmöglichkeiten gibt es von Österreich in die südliche Passauer Innenstadt. "Es sind Spezialanfertigungen", sagt ein Mitarbeiter. Das Sperrschild mit dem Doppelsymbol Lkw/Reisebusse ist ungewöhnlich. Zur Kontrolle hat die Stadt Passau angeboten, die Polizei mit eigenen Kräften zu unterstützen.

Um das Verbot für Reisebusse zu umgehen, versucht ein betroffenener Unternehmer offenbar ein "berechtigtes Anliegen" für die Durchfahrt zu konstruieren. Er lässt neuerdings seine Busfahrer eine Bucht der städtischen Buslinien anfahren;  Touristen steigen ein und aus. Er hat in unmittelbarer Nähe im Frühjahr ein Apartmenthotel gepachtet. Übernachtungsgäste sind es jedoch nicht.

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Die innerstädtischen Routen durch Innstadt, St. Nikola und Neumarkt (südliche Innenstadt) werden durch das Durchfahrtsverbot entlastet. (Quelle: Maphub/ Mediendenk
Der mutmaßlicheTrick, das Verbot zu umgehen, wirft drei neue Probleme auf: Stadtbusse können nicht nicht in die Busbucht einfahren; die Fahrbahn ist verengt, teilweise der Gehsteig und die Sicht auf einen Zebrastreifen bis zu einer halben Stunde lang blockiert. "Warum fahren sie mit den Bussen nicht einfach auf den Parkplatz vor dem Hotel?" fragt ein Grünen-Stadtrat, der die Situation beobachtet hat. Antwort: Der Platz wäre für die Riesen zu klein, zudem ist die Fläche größtenteils gesperrte Feuerwehranfahrtszone. Eine Anfrage an das Reiseunternehmen ergab: Man habe auf die neue Situation reagiert un nicht "getrickst"; bereits seit April sei der Standort des Hotels Start- und Zielpunkt von Stadtführungen der Kreuzfahrttouristen.

Das Durchfahrtsverbot entlastet bei strikter Kontrolle folgende innerstädtischen Straßen: Wiener Straße, Freinberger Straße, Mariahilfstraße, Neutorgraben, Schärdinger Straße, Mühltalstraße, Kapuzinerstraße, Schmiedgasse, Kirchenplatz (alle Innstadt), Gottfried-Schäffer-Straße, Nikolastraße (St. Nikola und Neumarkt).

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