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Nachrichten | Mittwoch, 31. Oktober 18

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Mit einem Pritschenwagen dieses Typs ist der 18-Jährige auf der Flucht vor der Zivilstreife in die Fußgängerzone gerast.
Drogen am Steuer

Flüchtender Autofahrer rast durch Passauer Fußgängerzone

Ein junger Autofahrer ist auf der Flucht vor einer Zivilstreife durch die Passauer Fußgängerzone am Ludwigsplatz gerast. Eine ältere Frau, so beobachteten die Verfolger, verhinderte durch ihre schnelle Reaktion, dass sie vom Fahrzeug erfasst wurde. Das Drama endete, als der Flüchtende mit einem anderen Wagen zusammenstieß.

Am Dienstagnachmittag zwischen 14.15 und 14.20 Uhr sind wahrscheinlich viele Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf diesen ungewöhnlichen Vorfall aufmerksam geworden. „Wir gefährdet worden ist, sollte sich melden“, sagt ein Polizeisprecher.

Der weiß-schwarze Skoda, ein offener Pritschenwagen, war einer Zivilstreife am Anger aufgefallen, weil er viel schneller als die erlaubten Tempo 50 stadteinwärts unterwegs war. Zwei Burschen sitzen in der Kabine; wie sich später herausstellte ein 18-Jähriger am Steuer und ein 19-Jähriger auf dem Beifahrersitz. Der Wagen trägt ein Freyunger Kennzeichen. Die Zivilstreife fährt hinterher. Es geht über die Schanzlbrücke, links die Rampe hinunter, über die Haarnadelkurve in die Obere Donaulände, hinaus zum Hauptbahnhof.

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Über drei Kilometer ging die Verfolgungsfahrt: Anger-Schanzlbrücke-Donauuferstraße-Bahnhofstraße-Fußgängerzone(grün)-Ludwigsplatz. (Grafik: mediendenk/Maphub)
Irgendwann muss der Fahrer bemerkt haben, dass ihm eine Zivilstreife folgt und kontrollieren will. Die Beamten haben das Blaulicht aufgesetzt, winken mit der Kelle, schalten das rote Lichtband ein, auf dem die Aufforderung blinkt „Stopp! Polizei!“. Doch der Freyunger entscheidet sich, zu flüchten. 

An der Einmündung der Bahnhofstraße in die Regensburgerstraße stellt der Flüchtende sich auf die Linksabbiegespur – und biegt überraschend rechts ab. Er fährt die Auffahrt wieder hoch zur Schanzlbrücke, biegt bei Rotlicht nach rechts Richtung Bahnhof ab, streift den Spiegel eines Opel Zafira, mit dem ein Slowake im Verkehrsstau wartet.

Dann wird es fast kriminell: Am Taxistand nimmt er beim Dittlmannhaus die Kurve ums große Blumenbeet „Stadt Passau“ und fährt am Donaucenter schnurstracks in die Fußgängerzone. Er rast die 150 Meter bis zur Fußgängerampel am Ludwigsplatz. Hier erfasst er beinahe die ältere Frau. Er rasiert einen Sperrpfosten, um zurück auf die Fahrbahn zu kommen, kracht dann in die Beifahrerseite eines Seat Leon, mit dem ein 51-Jähriger aus dem Landkreis Richtung Nikolastraße unterwegs ist. Die Fahrt ist gestoppt. Die Zivilbeamten springen aus dem Auto. Sie hatten Verstärkung angefordert. Dutzende Passanten werden Augenzeugen der Festnahme.

Die Beamten stellten „drogentypisches Verhalten“ bei dem jungen Fahrer fest. Dieser unterzog sich freiwillig einem Test, der den Verdacht auf Drogen bestätigte. Das Ergebnis des Bluttests steht aus.

Unfallflucht, gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr, es kommt einiges zusammen in diesem Fall und noch etwas mehr: Der 18-Jährige aus dem Landkreis Freyung-Grafenau, laut Polizei ohne festen Wohnsitz, besitzt keinen Führerschein, hat sich auf das Autokennzeichen den Zulassungsstempel selbst gemalt.

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