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Nachrichten | Freitag, 04. Oktober 19

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Die Klimaschutzbewegung "Friday For Future" traf sich zuletzt im Februar vor dem Passauer Rathaus. Damals hatte die junge Generation auf der Straße noch wenig Zulauf von den Erwachsenen. (Foto: mediendenk)
Brisanter Freitag

Klimaschutzbewegung trifft auf Klimatagung der Stadträte

Seit Jahresbeginn haben die Stadträte siebenmal in Ausschüssen zu Bauangelegenheiten getagt, aber heute erst zum zweiten Mal zu Umweltfragen. Allein daran lässt sich erkennen, wie die Schwerpunkte in Passauer Rathaus liegen und warum es heute, am "Friday for Future", besonders brisant werden wird.

Diesmal liegen viele Anträge zum Klimaschutz vor. Der Oberbürgermeister ist mit den Anträgen quasi zu dieser Sondersitzung gezwungen worden. Er hat den Termin auf einen Brückentag gelegt, zwischen Feiertag und Samstag, auf diesen Freitag um 14 Uhr. Wegen des zu erwartenden Zuschaueransturms hat er die Sitzung vom Kleinen Rathaussaal in den Großen Rathaussaal verlegt.

Der SPD-OB will die Öko-Stadträte mit diesem Freitagstermin ärgern, ihnen das verlängerte Wochenende vermiesen, sagen die einen; die andere meinen, er habe wohl nicht daran gedacht, dass an einem Freitag die Klimaschutzbewegung auf die Straße zieht und die Stimmung erst recht hochkocht.

So kommt nach dem Zwölfuhrläuten alles zusammen: Um 13 Uhr haben die Organisatoren von „Fridays For Future“ zum Marsch von der Cagnes-Sur-Mer-Promenade, Neue Mitte, zum Residenzplatz, Altstadt, aufgerufen. Viele der Teilnehmer wollen anschließend bei dir Klimaschutzsitzung der Stadträte, Beginn 14 Uhr, dabei sein.

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Zeitgleich zum brisanten Klimaschutztag in Passau liegt ab heute der neue "Bürgerblick" am Kiosk. "Unabhängiger Journalisumus ist abhängig von zahlenden Lesern", sagt der Herausgeber und dankt allen Freunden der freien Presse.
Es ist keine große Stadtratssitzung, sondern der Ausschuss für Umwelt und Energie. Die Kernfrage wird sein, ob Passau - wie bereits viele andere europäischen Regierungen, Länder und Kommunen - den Klimaschutz ernst nimmt und den sogenannten Klimanotstand aufruft. Fortan müssten, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, Entscheidungen im Hinblick zu Auswirkungen auf Klimaschutz und Erderwärmung bewertet werden.

Den Antrag zum Klimanotstand haben gemeinsam die Grünen und die ÖDP gestellt; Karl Synek und Urban Mangold, der Vizebürgermeister, stehen an der Spitze dieser Parteien. Die Grünen werden in diesem Ausschuss vom Grünen-Stadtrat und Verkehrsexperten Boris Burkert vertreten. ÖDP-Vizebürgermeister hätte normalerweise die Sitzungsleitung, aber diese hat – man merkt, es ist ein wichtiger Fall – Oberbürgermeister Jürgen Dupper an sich gerissen.

Im Ausschuss sitzen 12 der 45 Stadträte. Mit je drei Mitgliedern sind SPD und CSU am stärksten vertreten. Es wird an ihnen liegen, ob Passau neben der Fahne „sicherer Hafen für Geflüchtete“ die Klimaschutzfahne aufzieht.

Zeitgleich zum brisanten Klimaschutztag in Passau kommt heute der neue Bürgerblick an die Kioske: Die Kraft der lokalen "Friday-For-Future"-Bewegung und ihre Kritiker sind das Titelthema.

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