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Nachrichten | Dienstag, 24. Juli 18

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Im Gerichtssaal 40 des Landgerichts Passau spielten sich bei einem Strafprozess um versuchten Ehegattenmord mehrere Dramen ab. (Foto: mediendenk)
Versuchter Ehegattenmord

Opfer räumt falsche Selbstbezichtigung ein

Der Ehemann der wegen versuchten Ehegattenmordes verurteilten Giftmörderin Elisabeth W. ist nach zweiwöchiger Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß.

Nachdem der Strafprozess am Freitag zu Ende gegangen ist, sei der Haftgrund „Verdunkelungsgefahr“ entfallen, erklärt ein Justizsprecher. Zudem habe der Mann in Untersuchungshaft eingeräumt, dass er bei seiner Aussage im Zeugenstand gelogen habe. Um seine Frau vor Strafe zu schützen, hatte der pensionierte 68-jährige Lehrer plötzlich behauptet, er habe die Tabletten selbst eingenommen.

Tabletten eines blutverdünnenden Medikaments hatten den Ehemann im vorigen Sommer in eine lebensbedrohliche Lage gebracht. Das Schwurgericht ist zur Überzeugung gekommen, dass seine 17 Jahre jüngere Ehefrau ihn beseitigen wollte, damit sie ein freies Leben mit ihrem Geliebten führen kann. Sie hatte seit sechs Jahren eine Affäre mit ihrem Chef. Nach einem Indizienprozess ist Elisabeth W. am Freitag zu zehn Jahren Gefängnis wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Die Verurteilte, eine evangelische Laienpredigerin, hat Revision beim Bundesgerichtshof einlegen lassen. Dass der Ehemann seine Selbstbezichtigung zurückgenommen hat, bestätigt vielmehr das Urteil der Strafkammer.

"Wir halten an der Revision fest", sagt Verteidiger Sebastian Kahlert. Der Widerruf des Ehemanns ändere daran nichts. Man werde die schriftliche Urteilsbegründung abwarten.

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