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Nachrichten | Dienstag, 11. Juli 17

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Auf dem Abbruchgelände der ehemaligen Peschlbrauerei türmen sich zwischen Spitalhofstraße und Haitzinger Straße kleine Pyramiden aus Erde, Steinen und Bauschutt.
Bebauungsplan Düsterdick-Projekt

Peschl-Areal: Investor muss 70 Sozialwohnungen schaffen

Passau - Der Oberbürgermeister und seine Verwaltung haben die Eckdaten für den Bebauungsplan auf dem 21 Hektar großen Gelände der ehemaligen Peschlbrauereri festgelegt. Am 18. Juli wird sich der zuständige Stadtratsausschuss damit befassen.

- maximal 350 Wohneinheiten, befürchtet worden waren bis zu 450; Flächen für Büros und kleine Betriebe

- auf mindestens 20 Prozent der Bruttogeschoßflächen müssen Sozialwohnungen entstehen; auf die Wohneinheiten berechnet wären dies bis zu 70

- es handelt sich um ein Wohngebiet zweiter Klasse, "urbanes Gebiet"

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Bauspekulant Düsterdick und das Peschlareal waren Titel im Bürgerblick Heft Nr. 103/ März 2017.
Das Bauvorhaben ist wegen der Investoren und einem gefühlten Alleingang des Oberbürgermeisters in Kritik geraten. Die Brauereifamilie hatte das Grundstücks an einen bundesweit agierenderen Bauspekulanten namen Mathias Düsterdick verkauft. Dieser hat mittlerweile seinen Gewinn eingestrichen und an ein Schweizer Konsortium verkauft. Düsterdick hatte für seine deutschlandweiten Projekte Ende 2015 mehr als einhundert Gesellschaften mit je 1.000 Euro Startkapital gegründet, darunter sechs für das Passauer Projekt. Ende Mai, nach dem Verkauf, hat er die Geschäftsführertätigkeiten verloren.

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Pressemitteilung der Stadtverwaltung

Aufstellung des Bebauungsplans „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“

In seiner Sitzung am 18.07.2016 befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit dem Planungsgebiet „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“.
Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Es ist uns wichtig, dass unsere Vorgabe zur Berücksichtigung eines Anteils für sozialen Wohnungsbau auch bei diesem Baugebiet – wie schon bei vorhergehenden Projekten - zum Tragen kommt.“
Die Verwaltung schlägt folgende Beschlussfassung vor: Für diesen Bereich wird der Bebauungsplan „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“, Gemarkung Haidenhof, aufgestellt. Parallel dazu wird der rechtswirksame Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan geändert. Auf dem rund 21.000 m² großen Areal der ehem. Brauerei an der Auerspergstraße und dessen unmittelbarem Umfeld, soll anstelle der bislang hier dargestellten Gewerbe- (GE) und Mischgebietsflächen (MI) nun ein „urbanes Gebiet“ (MU) im Sinne des § 6 a BauNVO dargestellt werden.
Mit diesem Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neuentwicklung des aufgelassenen Brauereigeländes geschaffen werden. Ziel ist ein verdichtetes Areal sowohl für Wohnnutzungen als auch für sonstige urbane Funktionen (wie z.B. Arbeiten, Versorgung, Bildung, Kultur, Erholung usw.). Die max. zulässigen Wohneinheiten (WE) werden auf 300 bis 350 WE begrenzt. Der erforderliche Anteil an sozialem Wohnbau wird auf 20 % der zu realisierenden Bruttogeschoßfläche festgelegt; dessen geeignete Lokalisierung erfolgt im laufenden Bauleitplanverfahren.
Zur Einhaltung der hier wesentlichen städtebaulichen Zielsetzungen wird für dieses Quartier eine auf das Baugrundstück bezogene max. zulässige Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 und eine Geschoßflächenzahl (GFZ) von 1,5 festgesetzt.
Die Einhaltung der erforderlichen Immissionswerte ist durch entsprechende Festsetzungen zur Bebauung sicher zu stellen und deren Geeignetheit im Bauleitplanverfahren durch entsprechende Untersuchungen durch ein Fachbüro nachzuweisen.

 

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23. Juli 2017
 
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