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Nachrichten | Montag, 01. Januar 18

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Die Marienbrücke über den Inn war von 23 Uhr bis 1 Uhr als Plattform für Silvesterfeiernde gesperrt. Die bereitgestellten Absperrungen (Foto) haben die Polizeibeamten nicht aufgestellt, denn das Aufkommen der Brückengänger war überschaubar. (Foto: Bürgerb
Schwarzpulver und Alkohol

Silvesterverletzte abseits der Marienbrücke

Die Silvesterfeiern der Passauer haben sich wegen der gesperrten Marienbrücke vermehrt an die Ufer der Flüsse, auf andere Brücken und auf die Aussichtsplattformen der Stadt verlagert. Dort gab es Zwischenfälle mit Verletzten; Silvestermüll blieb zuhauf liegen, da an diesen Orten keine Stadtreinigung vorbeischaut.

 „Eine gesperrte Brücke mit Polizeibewachung, das passt nicht zu einem modernen Europa“, lästerte ein Österreicher, ein Mann um die 40, der mit einer tschechischen Bekannten kurz vor Mitternacht das Geschehen am südlichen Brückenkopf der Marienbrücke beobachtete. Im Laufschritt eilten Bürger nach Anweisung der Polizeibeamten über die Brücke, von hüben nach drüben, je nachdem wo sie beabsichtigten, das neue Jahr zu empfangen. Die Uniformierten waren um einen freundlichen Ton bemüht, ließen sich auch auf Diskussionen ein. Zwei Minuten vor Mitternacht war es dann mit der Toleranz vorbei. „Die Brücke ist gesperrt, jetzt darf keiner mehr passieren!“, wurden Neuankömmlinge abgewiesen.

Silvesterraketen aus der Hand gestartet

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Auf den Aussichtsplattformen der Stadt, hier eine Parkbank am Kloster Mariahilf, ließen die Silvesterfeiernden ihren Müll zurück. (Photo: Bürgerblick)
Drei Dutzend Jugendliche hatten eine neue Plattform für die Silvesterknallerei entdeckt, den Vorplatz der St.-Gertraud-Kirche. Er liegt nur 30 Schritte vom Innstädter Brückenkopf entfernt, bietet dieselbe herrliche Aussicht und war für die Polizeiposten nicht einsehbar. Hier ließen sie Böller in der Menge krachen; einer ließ mit ausgestreckter Hand seine Silvesterraketen in den Himmel zischen. Alkohol macht mutig und kennt kein Risiko.  

Ein 49-jährige Mann in Passau-Grubweg, der ebenso unbedacht seine Silvesterraketen mit ausgestreckter Hand starten ließ, hatte weniger Glück. Er musste sich mit leichten Brandverletzungen an der Hand behandeln lassen, weil das Schwarzpulver offenbar vorzeitig explodiert war. Das Unglück ging in den Polizeibericht ein.

Auf der Schanzlbrücke ist aus einer Gruppe Jugendlicher ein Böller gezündet und geworfen worden, der eine zufällig vorbeigehende 23-jährige Frau traf. Sie musste wegen ihrer Verletzungen am Hals, die zum Glück leicht waren, ambulant in der Klinik behandelt werden. Die Polizei sucht Zeugen für den Vorfall, der sich gegen 0.10 Uhr ereignet hat.

Am Ludwigsplatz begann das neue Jahr mit einer größeren Schlägerei vor der VR-Bank. Laut Presseberichte Polizei gab es mehrere Leichtverletzte, mehrere Personalien seien festgehalten wurden, der genaue Sachverhalt der Auseinandersetzung noch unklar. Auch hier werden Zeugen gesucht.

Betrunkener im Straßengraben

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Auf den Aussichtsplattformen der Stadt, hier eine Wiese am Kloster Mariahilf, ließen die Silvesterfeiernden ihren Müll zurück. (Photo: Bürgerblick)
In der Gemeinde Salzweg haben Jugendliche einen 19-Jährigen aufgelesen, der schwer alkoholisiert und unterkühlt im Straßengraben lag. Sie haben dem jungen Mann, der ins Klinikum Passau eingeliefert wurde, vielleicht das Leben gerettet.

Unfallflucht an der Unteren Donaulände
Ein Autofahrer aus dem Landkreis benutzte 40 Minuten vor Mitternacht die Abfahrtsrampe der Schanzlbrücke zum Neumarkt wie eine Rennpiste. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, der bei der Gaststätte „Peschlterrassen“ über den Gehweg schoss und gegen die Hausmauer krachte. Nur durch Sprung zur Seite habe ein Fußgänger verhindern können, dass er von dem Wagen erfasst worden ist, heißt es im Polizeibericht. Der Unfallfahrer, der wahrscheinlich alkoholisiert war, flüchtete mit dem beschädigten Fahrzeug. Ein Augenzeuge notierte sich das Kennzeichen, der Halter ist bekannt. Wer am Steuer saß, ließ sich bis dato nicht feststellen, deshalb sucht die Polizei auch hier weitere Zeugen.

Ein gestohlenes Handy und ein Faustschlag durch einen Alkoholisierten sind als Ereignisse in den Passauer Tanzwirtschaften ins Polizeiprotokoll dieser Nacht eingegangen. „Wir waren froh, als die Nacht vorbei war, denn dieses Mal war doch einiges los“, sagt ein Polizeibeamter.

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09:01
Freitag
20. April 2018
 
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KULTURKALENDER
20.04. | Freitag
OPERNHAUS
Lucrezia Borgia
 

Oper von Gaetano Donizetti über die Papsttochter und Femme fatale Lucrezia Borgia (1480-1519). Es geht um Machtpolitik, blutige Intrigen und die Frage nach der Verantwortlichkeit des Einzelnen in einer Welt voll Mord und Verrat.


19:30 Uhr | ab 8 Euro
KLAVIERHAUS MORA
Schubert Pur
 
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Der Passauer Pianist Peter Walchshäusl widmet sich dem facettenreichen Klavierwerk Franz Schuberts.


19:30 Uhr | 20 Euro, Schüler frei
SCHARFRICHTERHAUS
Christiane Öttl
 
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Soloprogramm der Passauer Musikerin. Lieder auf Niederbairisch, mit Humor und Tiefgang.


20:00 Uhr | 22 Euro, ermäßigt 10 Euro

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