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Printmagazin | Mittwoch, 05. Juni 19

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Lokaljournalismus

Kunstrasenplätze: Recycling mit Risiko

Das Auto sorgt mit seinen Abgasen nicht nur für Erderwärmung, sondern für Problemabfälle: ein Autoreifen pro Bürger und Jahr, etwa 80.000.000 Stück allein in Deutschland. Wohin damit?

Mehr als die Hälfte wird verbrannt. Zu Beginn dieses Jahrhunderts hat die Recyclingindustrie einen zusätzlichen Weg gefunden, den giftigen Gummi zu verwerten. Altreifengranulat ist tonnenweise ausgebracht worden als Füllschicht, um den Untergrund der Kunstrasenplätze zu dämpfen. Auf den ersten Blick eine geniale Idee. Allwetterplätze für die Fußballer und künstlich weiche Böden, die die Knie schonen.

Jedoch: In den mehr als zwei Dutzend verschiedenen Substanzen aus denen Altreifen bestehen stecken krebserregende und erbgutschädliche Stoffe, die sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. In den Substanzen, die sich Weichmacher nennen, ist die Gefahr besonders groß, dass PAK in die Umwelt austritt und das Grundwasser verseucht.

Verantwortungsbewusste Kunstrasenhersteller haben deshalb vom Altreifengranulat die Finger gelassen und greifen auf synthetische Kunststoffe, auf Kautschuk zurück. Die PAK-Belastung ist wesentlich geringer. Das klingt beruhigend. Doch seit wenigen Jahren wissen wir zudem, dass all die genannten künstlichen Füllstoffe der Kunstrasenplätze eine erhebliche Quelle für Mikroplastik sind.

Die Bauherren der Kunstrasenplätze, Kommunen, Vereine, ja auch die Kirche, verdrängen das Problem und verweisen darauf, dass stets die DIN-Vorschriften eingehalten worden sind. Es ändert nichts an der Tatsache, dass der Mensch einmal mehr seine eigenen Lebensgrundlagen vergiftet. Wir lernen: In Recycling steckt eben nicht nur der hoch gepriesene Umweltschutz, sondern auch Risiko.

In diesem Magazin sind wir der Frage nachgegangen, ob es auch in Stadt und Landkreis Kunstrasenplätze auf zerkrümelten Altreifen gibt. 

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

Ilzstadt Zerbrechliche Kunst
Altstadt Feuerwehr beim Frühjahrsputz
Kriminalfall Brandstifter aus Rache?
Nachrichten Hochwasser, Denkmäler
Forschung Urkirche am Domberg
Wagner-Oper Wer wagt, gewinnt
EW-Verein Austritt eines Altgedienten
Hiendl-Villa Falscher Ausverkauf
Letzte Panne unterm CSU-Maibaum
Essen und Trinken Thai im Test
EW-Festspiele Beste Plätze gewinnen
Satire I Böhmermann-Schau in Graz
Kalender Veranstaltungen im Juni
Satire II Angekreuzt und abgehakt

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10:37
Sonntag
17. November 2019
 
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KULTURKALENDER
17.11. | Sonntag
HAIDENHOF SÜD
Weltfrühgeborenentag 2019
 

Die Kinderklinik bietet an diesem Tag ein Rahmenprogramm mit Musik, Clown und Kinderschminken. Ort: Kinderklinik Passau, Bischof-Altmann-Str. 9.

Bischof-Altmann-Str. 9

14:00 Uhr | Eintritt frei
MEDIENZENTRUM
„Vorsicht, Kinder! Oper!“
 
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Oper für Kinder ab vier Jahren. Es singen und spielen Mitwirkende des Landestheaters und die Niederbayerischen Philharmonie unter der Leitung von Basil H. E. Coleman.


15:00 Uhr | 15/ 10/ 7 Euro
METROPOLIS
Bolshoi Ballett
 
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Im Mittelpunkt des balletts Le Corsaire steht die Liebesgeschichte zwischen dem Korsaren Konrad und der Griechin Medora, die in einen Harem verkauft werden soll. Zweimal muss Konrad sie entführen, ehe sie frei dem Ruf der Liebe folgen kann. Le Corsaire wurde komplett überarbeitet, um der Ballettgruppe mehr Möglichkeiten zum Tanz zu geben. Aufwendig inszeniert im Bolschoi-Theater.

16:00 Uhr | ab 21,50 Euro
CAFÉ MUSEUM
Sinfonia de Carnaval
 

Abwechslungsreiches Duo an den Instrumenten Cello, Akkordeon (Anna Lang) sowie Posaune und Perkussion (Alois Eberl). Doppelstimmiger Gesang.


18:00 Uhr | 14 Euro, ermäßigt 7 Euro
OPERNHAUS
Amadeus
 

Schauspiel des britischen Dramatikers Peter Shaffer (1926-2016) über Antonio Salieri, den Neider und Widersacher Wolfgang Amadeus Mozarts. 


18:00 Uhr | ab 7,50 Euro
RATHAUSSAAL
Abschlusskonzert Young Classic Europe
 
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Das Sinfonieorchester des Musischen Gymnasiums Salzburg spielt zusammen mit dem franko-spanischen Gitarristen Thibaut Garcia (Foto). Auf dem Programm stehen neben zwei Südeuropäern die Symphonie Nr. 5 von Beethoven.


18:00 Uhr

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