Google-Anzeigen

Report | Freitag, 17. Februar 17

bild_klein_0000011032.jpg
Die Telefonzentrale am Empfang des Klinikums Passau: Hier ging der Anruf des Schülers ein, der einen Anschlag mit mehren Verletzten vorgaukelte.
Falscher Alarm

16-jähriger Schwabe versetzt Passau in Ausnahmezustand

Ein 16-jähriger Schüler aus einem 250 Kilometer entfernten schwäbischen Dorf hat vor einer Woche in Passau für einen mehrstündigen Ausnahmezustand im Klinikum, bei der Polizei und an der Universität gesorgt. Er hatte sich mit offenbar verstellter Stimme als Kriminalbeamtin ausgegeben, ließ sich im Klinikum zur Notfallambulanz verbinden und kündigte an, dass nach einer Messerstecherei auf dem Unigelände in Kürze mehrere Schwerverletzte eingeliefert werden würden.

Ärzte und Pfleger hatten sich zunächst dem Notfallplan gewidmet. Als keine Verletzten eintrafen, löste die Rückfrage bei der Polizei ein großes Rätselraten aus: Von einem Messeranschlag auf dem Passauer Universitätsgelände war nichts bekannt. Weil die Unsicherheit blieb, ob nicht doch irgendwo dieser Angriff stattgefunden hatte, begann ein Großeinsatz der Polizei, ein Hubschrauber stieg auf. Polizeibeamte kämmten Unigelände und die Uniräume nach einem eventuellen Tatort, nach möglichen Opfern ab. Nach drei Stunden wurde die Aktion mit dem Ergebnis abgebrochen: falscher Alarm.

Etwa 50 Polizeibeamte waren im Einsatz, die Klinikum hatte 40 Ärzte und Pfleger in die Nachtschicht bestellt, die Kosten summieren sich laut Nachfrage auf etwa 50.000 Euro. Allein der Hubschraubereinsatz wird mit 15.000 Euro angesetzt. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass dem jungen Mann die Kosten in Rechnung gestellt werden“, erklärt ein niederbayerischer Polizeipressesprecher.

Beim Anruf am Freitagabend vor einer Woche in der Telefonzentrale des Passauer Klinikums hatte der Schüler seine Handynummer unterdrückt. Für die Ermittlungen zog die Passauer Kripo das Landeskriminalamt hinzu. Der anonyme Anruf konnte mithilfe der Telefonanbieter zurückverfolgt werden: das Handy des 16-jährigen Schwaben. Es kam zur Hausdurchsuchung; er hat den Anruf gestanden. Über sein Motiv und seine Verbindung zu Passau hat er sich angeblich nicht geäußert. Laut Polizei ist der Bursche durch ähnliche Delikte bereits polizeilich aufgefallen.

Investieren Sie in die freie Presse!

Ihnen hat dieser Artikel genützt oder gefallen? Sie möchten auch weiterhin die Passauer Online-Zeitung Bürgerblick, ein Angebot im Netzwerk der freien Presse, lesen? Dann unterstützen Sie uns, indem Sie für dieses Angebot nach eigenem Ermessen bezahlen. Jeder Cent zählt. Einfach und bequem per Paypal.

14:17
Dienstag
27. Juni 2017
 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

KULTURKALENDER
27.06. | Dienstag
KOHLBRUCK
Circus Krone
 

Der geschichtsträchtige Zirkus hält nach 5 Jahren wieder in Passau. Bis 27. Juni geben die 54 Artisten aus 14 Nationen zwei Vorstellungen täglich (15:30 und 19:30).


15:30 Uhr | ab 16 Euro
BÜCHER PUSTET
Spiegel-Reporter Popp
 
bild_klein_0000011885.jpg

Zum 70-jährigen Jubiläum lässt "Der Spiegel" seine Reporter in ihren Heimatstädten über ihre Arbeit berichten. In Passau tritt Maximilian Popp, der als Türkei-Korrespondent in Istanbul sitzt. Autorenlesung mit Diskussion.


19:30 Uhr | frei

BÜRGERBLICK AUF FACEBOOK

Google-Anzeigen