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Report | Samstag, 17. Juni 17

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Im großen Innenhof der Veste Oberhaus wurde die Opernbühne aufgebaut.
Burgfestspiele

Auf zur Veste!

Die Burgfestspiele sind nach drei Jahren Pause auf der Veste Oberhaus zurück. Heute geht´s los mit einer grandiosen Oper. Das Wetter bleibt trocken, aber warme Kleidung empfiehlt sich. Nach Sonnenuntergang wird es frisch.

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Bassbariton Marc Kugel in der Rolle von Lucias Erzieher mit dem Theaterchor. (Photo: Peter Litvai)
Im historischem Flair des Passauer Burggemäuers werden bei den Freiluftspielen eine Oper, ein Schauspiel und ein klassisches Konzert aufgeführt. Mehrere Gründe verhinderten die Burgfestspiele in den letzten Jahren: 2014 bereitete sich das Theater auf die Sanierung der Flutschäden vor, 2015 und 2016 fehlten die Mittel: „Einen Aufbau für 100 Mann und ein 200 Quadratmeter großes Zelt konnten wir weder logistisch noch finanziell stemmen“ schreibt Pressesprecher Konrad Krukowski auf Nachfrage.

Heute der Auftakt: die Oper „Lucia di Lammermoor“, 100 Mitwirkende vom Solisten bis zum Techniker. Das Werk handelt von zwei Liebenden aus verfeindeten schottischen Adelsfamilien, die erst nach dem Tod vereint werden. Es entstammt der Feder des Italieners Gaetano Donizetti (1797-1848) und gilt als ein Höhepunkt der Belcanto-Epoche, des romantischen Gesangs. Höhepunkt die "Wahnsinnsarie" "Il dolce suono". Sie wurde immer wieder in Kinofilmen zitiert: im Science-Fiction "Das fünfte Element" (1997), im französischen Thriller "22 Bullets" (2010) oder im US-Thriller "Departed - Unter Feinden" (2006). Die Oper hatte ihre Uraufführung 1835 am "Teatro San Carlo" in Neapel.

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Koloratursopranistin Judith Spiesser, derzeit "Königin der Nacht" am Münchner Gasteig, singt in Passau die Titelrolle. (Photo: Peter Litvai)
Für die Titelrolle der Lucia wurde Koloratursopranistin Judith Spiesser verpflichtet, die derzeit als "Königin der Nacht" in der Philharmonie am Münchner Gasteig zu erleben ist. Die 34-Jährige stammt als Gräfelfing.Sie wechselt sich ab mit US-Koloratursängerin Emily Fultz, die zum festen Ensemble gehört.

***

Die nächste Premiere der Burgfestspiele am 24. Juni: „Name der Rose“ basiert auf dem Kriminalroman des Italieners Umberto Eco. Regisseur Claus Frankl, 56, hat es arrangiert, der schon als 11-Jähriger Festspielluft bei Richard Wagners „Rheingold“ in Bayreuth schnupperte. Wagners Werk beschäftigt ihn bis heute. Den Schlussakkord setzt das „Sinfoniekonzert II“ von Mendelssohn-Bartholdy am 7. Juli. Alle Aufführungen sind im Haupthof der Veste. 390 Zuschauerplätze gibt es, 60 mehr als im Stadttheater.

Zu allen Vorstellungen fährt ab 18.50 ab Opernhaus ein Bus mit Stopps am ZOB, am Schanzl und in Eggendobl, Rückfahrt 20 Minuten nach Vorstellungsende.

Zum Programm.

Tobias Mayerhofer

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