Google-Anzeigen

Report | Dienstag, 14. Februar 17

bild_klein_0000011000.jpg
Die Bushaltestelle am Kirchenplatz: Knoten für den öffentlichen Nahverkehr. (Photo: mediendenk)
Entscheidung im Stadtrat

Bushaltestelle für Verkehrsfluss opfern?

Was ist in einer Innenstadt wichtiger: ein bürgerfreundlicher Nahverkehr oder ein ungehinderter Verkehrsfluss? Nach einer teilweise kuriosen Debatte haben die Passauer Stadträte mit elf gegen zwei Stimmen einen Antrag der "Passauer Liste" abgelehnt, in der Innstadt eine Bushaltestelle zu streichen.

Der Stadtbus Richtung Achleiten hält nach der Marienbrücke im kurzen Abstand zwei Mal: an einer buchtlosen Haltestelle bei der Kirche St. Gertraud und 120 Meter weiter in der Haltebucht an der ansteigenden Mariahilfstraße gegenüber dem Feuerwehrhaus. Stadtrat Matthias Koopmann von der „Passauer Liste“, wegen neuer Wohngebiete einen verstärkten Verkehr befürchtend, hatte den Antrag gestellt, auf den Busstop am Kirchenplatz zu verzichten. Er griff den entsprechenden Wunsch einer Bürgerversammlung auf.

Haltestelle für Kirchgänger

bild_klein_0000010997.jpg
Ein Stadtbus fährt am Kirchenplatz vorbei. Die Haltestelle gilt nur für die Buslinie stadtauswärts. (Photo: mediendenk)
Doch die Stadtratskollegen bremsten Koopmann mit vielen Argumenten aus.

  • Fahrgäste, welche dann die entferntere Haltestelle benutzen müssten, behinderten ebenso den Verkehr. Sie müssten eine weitere Straße und einen Zebrastreifen überqueren.
  • Älteren Bürgern kurze Wege zum Bus zu ermöglichen, sei menschenfreundlich und wichtig. Zwei Stichproben haben ergeben, dass ein Drittel der 50 bis 100 Aussteiger am Kirchenplatz Senioren waren. Für 120 Meter braucht übrigens ein langsamer Fußgänger zweieinhalb Minuten.
  • Der Leiter des Ordnungsamtes, Ansgar Grochtmann, verlas einen Brief von Pater Legawiec Mirko, der Stadtpfarrer, demnach diese Bushaltestelle am häufigsten von sonntäglichen Kirchgängern benutzt werde. Er setzte sich für deren Erhalt ein.

Koopmanns Konter
Koopmann konterte mit Zynismus. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, dem sei eine „Grundrüstigkeit“ gegeben. Wer die schmalen Gehwege der Innstadt meistere, dem könne auch der Gang durch die gefährlich enge Mariahilfgasse zugemutet werden. Seine vorgeschlagene Alternative, der Fußweg über das Reitergässchen, ist ein Umweg von 40 Metern.

Diese Bushaltestelle aufzulösen war bereits 2005 in diesem Verkehrsausschuss erfolglos beantragt worden.


Die weiteren Beschlüsse dieser Sitzung:
Tempo 30, Maidult, Sonntagseinkauf

  • In der Innstadt wird die Tempo-30-Zone von der Jahnstraße über den Friedhof bis zu der Staatsgrenze in der Voglau erweitert.
  • Wer im Umfeld des Maildultgeländes Alkohol konsumiert, kann künftig auch mit Bußgeld belangt werden. Das Verbot soll verhindern, dass sich Jugendliche vor der Maidult  mit mitgebrachten Getränken treffen und einen Rausch ansaufen, um sich das Geld für die teure Maß zu sparen.
  • Der verkaufsoffene Sonntag wird auf Antrag des City-Marketingvereins vorverlegt auf den 2. April, weil sich der geplante Termin mit der Sonntagsveranstaltung „Rad Total“ überschnitten hätte. Vertreter von SPD und ÖDP merkten dabei an, verkaufsoffene Sonntage seien ein überholtes Gewohnheitsrecht.
Investieren Sie in die freie Presse!

Ihnen hat dieser Artikel genützt oder gefallen? Sie möchten auch weiterhin die Passauer Online-Zeitung Bürgerblick, ein Angebot im Netzwerk der freien Presse, lesen? Dann unterstützen Sie uns, indem Sie für dieses Angebot nach eigenem Ermessen bezahlen. Jeder Cent zählt. Einfach und bequem per Paypal.

18:57
Freitag
15. Dezember 2017
 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

KULTURKALENDER
15.12. | Freitag
OPERNHAUS
Antigone
 
bild_klein_0000012693.jpg

Antike Tragödie des Sophokles (496 – 406 v.Chr.). Ein Begräbnis entfacht einen Streit zwischen Menschen, in den die Götter eingreifen.


19:30 Uhr | ab 7,50 Euro
SCHARFRICHTERHAUS
Reiner Kröhnert
 

Ob Martin Schulz, Honecker oder Merkel – der Baden-Württemberger parodiert gekonnt Politiker und historische Figuren.


20:00 Uhr | 22 Euro, ermäßigt 10 Euro
REDOUTE
Dornrosen
 
bild_klein_0000012749.jpg

Heitere und musikalisch versierte Geschwisterband aus Österreich. Zum 15-jährigen Jubiläum stehen alte und neue Stücke auf dem Programm.


20:00 Uhr | 23 Euro, ermäßigt 18 Euro
DREILÄNDERHALLE
Carolin Kebekus
 
bild_klein_0000012765.jpg

Comedypreis-Gewinnerin und deutsche TV-Größe: Die Kölnerin behandelt in ihrem Programm "Alphapussy" Geschlechter-Gerechtigkeit und aufgesetzte Jugendlichkeit.


20:00 Uhr | 29 Euro

BÜRGERBLICK AUF FACEBOOK

Google-Anzeigen