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Report | Sonntag, 10. Dezember 17

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Ein Innstädter Feuerwehrmann beseitigt mit einer Flex das Hindernis, einen Absperrpfosten, der sich nicht umlegen ließ. (Photo: Bürgerblick)
Qualmende Gartenlaube

Feuerwehr flext sich Weg frei

Im Ernstfall wäre es brenzlig geworden. Ein Passauer Feuerwehrmann hat zur Flex greifen müssen, um für sein Löschfahrzeug den Weg frei zu machen. Zum Glück stellte sich der Alarm als harmlos heraus.

Eine Bürgerin hatte das winterliche Schneetreiben für einen Spaziergang auf dem Rosenauer Weg, einem idyllischen Rad- und Fußgängerweg am südlichen Innufer genutzt. Zwischen dem Wanderweg und der stillgelegten Bahnlinie nach Hauzenberg reihen sich hier 27 Parzellen einer Kleingartenanlage. Sie stammt aus der Zeit, als die Bahn solche Grundstücke ihren Bediensteten für Sommerfrische, Obst- und Gemüseanbau verpachtete. Auf halber Strecke vernahm die Spaziergängerin beißenden Brandgeruch. Aus einer Hütte stieg Rauch auf. Sie löste einen Notruf aus.

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Ein Absperrpfosten versperrt dem Löschfahrzeug den Weg. Die Flex liegt bereit. (Photo: Bürgerblick)
Die Rettungsleitstelle schickte den Löschzug der Innstadtfeuerwehr samt Drehleiterwagen, Sanitäter kamen hinzu und eine Streifenwagenbesatzung. Doch die letzten 150 Meter zum Einsatzort mussten Feuerwehrleute, Polizeibeamte und Sanitäter zu Fuß gehen. Ein Absperrpfosten blockierte die östliche Zufahrt über den Auenweg.

Die Sperre ist anstelle einer ehemaligen Schranke an diesem privaten Übergang aufgestellt worden. Den Dreikantschlüssel, der benötigt wird, um den Pfosten umzulegen, gehört zum Standardwerkzeug der Rettungsorganisationen. Aber das Schloss ließ sich nicht öffnen. „Ob es eingefroren war oder kaputt, weil sich daran jemand zu schaffen gemacht hatte, das ist nicht klar“, sagt ein Nachbar und Hausbesitzer, der selbst auf diese Zufahrt angewiesen ist.

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Polizeibeamte im Gespräch mit Pächtern der Gartenlauben. Ein Mitglied hat verbotenerweise einen Schwedenofen in seiner Hütte betrieben. (Photo: Bürgerblick)
Während ihre Kollegen zu Fuß zum Brandort eilten, ein alter Feuerwehrrüstwagen sich über die entfernter liegende Westzufahrt über den Wanderweg näherte, entschieden die zwei am Löschfahrzeug zurückgebliebenen Feuerwehrleute: Der Pfosten muss weg! Sie holten eine Flex aus ihrem Gerätefundus, warfen ein Stromaggregat an, danach flogen die Funken. 

Die Polizeibeamten werden dem Pächter der Hütte, der nicht angetroffen worden ist, wohl zur Rede stellen. In der Gartenlaube war ein Schwedenofen befeuert worden. Laut dem Bundeskleingartengesetz sind Heizungen in Gartenlauben nicht erlaubt, sie dürfen nicht zum dauerhaften Wohnen genutzt werden.

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Dienstag
16. Oktober 2018
 
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