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Report | Sonntag, 01. April 18

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Polizeieinsätze in der Vollmondnacht

Fliegende Weinflaschen, kaputte Haustür und sechs Festnahmen

Passau - Die Vollmondnacht auf Ostersonntag hat der Polizei viele Einsätze gebracht. In einer Tankstelle am Ludwigsplatz flogen Weinflaschen und in der Grünaustraße zersplitterte eine Haustür. Fünf Burschen und ein Mädchen landeten in der Ausnüchterungszelle. Die Polizei selbst beklagt zwei Leichtverletzte.

Gepackt vom Heißhunger nach einer durchzechten Nacht, angeheitert oder sturzbetrunken, gut oder schlecht drauf, je nachdem, ob sich die Erwartungen der Nacht erfüllt haben. So lässt sich die Melange junger Menschen beschreiben, die sich nach Sperrstunde der Tanzwirtschaften im Umfeld der Zentraltankstelle beim Ludwigsplatz treffen. Zwei, drei Dutzend dieser Nachtschwärmer sind an diesem Schauplatz am Ostersonntag gegen 5 Uhr früh Zeugen einer Auseinandersetzung geworden, die zu einem Einsatz von zwei Polizeistreifen und vier Festnahmen führte.

Ein kleiner, schmächtiger Bursche mit olivgrünem Parker und hellen Haaren war plötzlich in den Verkaufsraum der Tankstelle gestürzt, packte Weinflaschen und schleuderte diese Richtung Kasse. Getroffen wurde zum Glück niemand. Ein betrunkener Verrückter? Einer im Verkaufsraum, ein 23-Jähriger aus dem südlichen Landkreis, der an den Getränkekühlschränken stand, wusste, was den Flaschenwerfer in Rage gebracht hatte. Laut Polizeibericht hatte dieser den Burschen zur Rede gestellt, weil er auf dem Vorplatz vor der Tankstelle urinierte. Welchen Wortwechsel es gegeben hatte, ist nicht bekannt.

Der Flaschenwerfer, mit einer vierten Flasche "bewaffnet", ging wieder nach draußen. Dort warteten seine beiden Kumpels, ein 27-Jähriger und ein 38-Jähriger, und die 21-jährige Freundin des Erstgenannten. Der Hilfspolizist gegen „wildes Urinieren“ folgte und die nächste Flasche flog. Zum Glück erneut daneben.

Der Tankstellenangestellte rief die Polizei und verriegelte die Tür, wartete mit einem Dutzend Kunden im Verkaufsraum auf das Eintreffen der Streife. Draußen begann eine Prügelei, der "wilde Urinierer" und seine Freunde gegen den Sittenwächter, der unter den Umstehenden wohl Mitstreiter gefunden hatte. Die Zuschauer im sicheren Verkaufsraum wurden ungeduldig, wählten den Notruf erneut. Es soll eine gefühlte Viertelstunde bis zum Eintreffen von zwei Streifenwagen vergangen sein, schildert später ein Augenzeuge.

Aggressiver als alle Burschen hat sich laut Polizeibericht nach dem Eintreffen der Streifenwagen offensichtlich die junge alkoholisierte Frau an der Seite des Trios verhalten. Sie protestierte lautstark gegen die Festnahme ihres Freundes, soll versucht haben, den Abtransport des Gefesselten zu verhindern. Sie habe diesen am Arm festgehalten, das Öffnen der Fahrzeugtür unterbunden. Nachdem sie einen Platzverweis ignorierte, wurde sie schließlich von den Polizeibeamten zu Boden gebracht und ebenfalls gefesselt.

Mit Fußtritten hat die Festgenommene angeblich danach eine Tür des Polizeiwagens beschädigt. Ein Polizeibeamter gibt an, dass er durch den Widerstand dieser Frau leicht verletzt worden sei.

Im Polizeibericht wird ohne erkennbaren inhaltlichen Zusammenhang die Herkunft der Beteiligten genannt: der Jüngste und der Älteste sind Syrer; der Zweitjüngste hat einen deutschen Paß, die junge Frau ebenso; ihr Freund stammt aus Pakistan.

Haustür eingetreten und geflüchtet
Ein weiterer Polizeibeamte hat sich leicht verletzt, als er in der Grünaustraße in den frühen Morgenstunden einen 25-jährigen betrunkenen Burschen verfolgte und zu Fall brachte. Dieser hatte mit seinem ebenfalls alkoholisierten sechs Jahre jüngeren Freund gegen 1.30 Uhr versucht, in die Wohnung einer Bekannten zu gelangen, dabei die Haustüre eingetreten. Beide verbrachten die Nacht in der Ausnüchterungszelle. Der Widerstand gegen die Polizeibeamten hat weitere Konsequenzen.

 

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