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Report | Samstag, 07. März 20

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Marsch über die Schanzlbrücke: Eine historische Demo zur Passauer Verkehrswende. (Foto: mediendenk)
Raus mit Lkw-Transitverkehr!

Passau marschiert für Verkehrswende

Selbst wenn es nur zehn Teilnehmer gegeben hätte, diese Demonstration ist ein Meilenstein in der jüngeren Passauer Stadtgeschichte.

Erstmals haben Bürger mit Plakaten und Transparenten die Schanzlbrücke, eine achtspurige Hauptverkehrsader der Stadt, teilweise blockiert. Das Betonmonster stammt aus der Zeit, als das Passauer Rathaus ganze Häuserzeilen opferte, um dem Auto zu dienen. Freie Fahrt ins Herz der Stadt. Dieser Menschenmarsch demonstrierte: Die Wende hat begonnen.

Wie kann eine Stadt den Verkehr wieder abschütteln? Der nächste Schritt, den diese Passauer fordern: Raus mit dem Transitverkehr, mit den Schwerlastern, die über den Anger poltern; sie sind ab und dann bei Spurwechseln Ursache kleiner Unfälle, deren Kettenreaktion Stau über alle drei Flüsse hinweg bewirkt.

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Die Brücke am Schanzl gehörte erstmals den Menschen und nicht den Motoren. (Foto: mediendenk)
Es waren am Ende 200 Teilnehmer, Politiker und Medienvertreter mitgezählt. Die Demo war ein Handschlag zwischen Alt und Jung, denn die Generation der Freitagsdemos marschierte zusammen mit den Mitgliedern von sechs Bürgerinitiativen.

Die Etiketten der Demonstranten alphabetisch aneinander geklebt lauten: „Altstadtleben“, „Die Angerer“, „Fridays for Future“, „Ilzstadt-Initiative“, „Lärmschutz Passauer Westen“, „Lebenswerte Innstadt“, "Nordtangente Nein".

Es ist Wahlkampf. Die beste Zeit, die beste Chance, Politikern zu sagen, wo es lang gehen soll. Sie hören zu, sie müssen zuhören, denn egal in welcher Nische, sie möchten in jeder Stimmen sammeln. Deshalb waren alle dabei; außer der Partei, deren Abkürzung „Autofreundliches Deutschland“ heißen könnte.

Was den Anger betrifft ist der OB, der sich sonst auf die Seite der motorisierten Pendler stellt, mit den Freunden der Verkehrswende eins: raus mit dem Schwerlasttransitverkehr! Aber verantwortlich ist er nicht. Der Anger ist eine Bundesstraße. Der Protest geht nach Berlin und trifft dort einen Sohn der Stadt, Andreas Scheuer.

Am 15. März können die Bürger entscheiden, wohin es gehen soll. Weiter wie bisher oder konsequent in die Richtung, die die junge Generation bei dieser Demo mit ihrer Sprecherin auf den Punkt brachte. Die Städter wollen in guter Luft und mit wenig Lärm stressfrei leben. Wer diese Ziele umsetzt, dient auch dem Klimaschutz. Passt.

Eine Video der Veranstaltung wird später an dieser Stelle nachgetragen.

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08. April 2020
 
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