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Report | Mittwoch, 08. März 17

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Gegen 14.30 gelang es dem Bergungsteam, das Wrack aus der Donau zu hieven und am Ufer abzulegen. (Foto: Tobias Köhler/ Bürgerblick)
Technisches Abenteuer am Fluss

Versunkenes Mietauto aus Donau geborgen

Die Bergung eines bei Passau in der Donau versunkenen Mietautos gestaltete sich schwieriger als erwartet: Mehrmals war das Auto in der Strömung vom Haken gesprungen, die Taucher hatten bei der Sicht von einem halben Meter Mühe, die Befestigungen zu setzen; zudem musste der Einsatz abgebrochen werden, wenn Frachtschiffe passierten. Die Wasserstraße war offiziell nicht gesperrt worden.

Die Bergung eines in der Donau versunkenen Autos bei Passau sollte heute Vormittag zum Medienspektakel werden. Kameraleute und Fotografen des Bayerischen Rundfunks und der Deutschen Presseagentur warteten am Ufer jedoch vergeblich auf die Bilder. Die Taucher haben das Fahrzeug an der von der Wasserschutzpolizei beschriebenen Stelle nicht gefunden.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) schickte sein eigenes Peilboot, um zu erkunden, wo der Wagen am Donaugrund liegt. Die Bergungsversuche mit dem Kran begannen mittags.

Bei einer Fließgeschwindigkeit von 1,2 Meter pro Sekunde war die Arbeit für die Taucher nicht einfach. Deshalb wurde bei den Tauchgängen ein Flussbagger eingesetzt werden, um die Froschmänner zu unterstützen. Sie können sich an seinem Ausleger und im Schutz der Schaufel in die Tiefe hangeln. Die Sicht unter Wasser beträgt einen halben Meter.

Beamte der Wasserschutzpolizei hatten gestern bei einer Testfahrt mit ihrem Ortungsgerät etwa 1,5 Kilometer flussabwärts vom Dreiflusseck neben der Fahrrinne ein versunkenes Auto entdeckt. An dieser Stelle misst die Donau etwa 6,5 Meter. Ob es sich um den schwarzen VW-Passat-Kombi handelt, der am Samstag vor den Augen seines Besitzes von einem Uferparkplatz der Altstadt in die Donau rollte und abtrieb, war anfangs nicht sicher. Die Donau bei Passau ist mehrmals ein Grab für Autos geworden, zuletzt bei einer Starkregenkatastrophe im vorigen Sommer.

Das WSA-Peilboot ist mit einem 3D-Ortungsgerät besser ausgestattet als das Boot der Wasserschutzpolizei. Dutzende Versuche gab es bis 14.30 Uhr, den Wagen aus dem Wasser zu hieven. Er sprang immer wieder vom Haken. Einmal waren kurz seine Räder zu sehen. Das Bergungsschiff musste jedes Mal neu positioniert werden, nach jedem mißglückten Versuch weiter flussabwärts. Um 14.30 Uhr glückte die Bergung, das Wrack wurde am Ufer abgelegt.

Am Samstag, am Eröffnungstag der Dreiflüsserundfahrten, hatte das schwimmendes Auto dem Fahrtgastschiff „MS Sissi“ die Schau gestohlen. Der schwarze VW-Passat-Kombi war zum Entsetzen seines Besitzers nahe dem Dreiflusseck in die Donau gerollt.

Der 54-jährige Mann aus Triptis (Thüringen) hatte den schwarzen Mietwagen in der Altstadt auf einem der Parkplätze an der Kaimauer geparkt, um Ware auszuladen. Der Polizei hat er später versichert, dass die elektronische Handbremse ordnungsgemäß angezogen gewesen sei. Doch plötzlich habe sich das Auto selbstständig gemacht. Mit geöffneter Heckklappe, die restlichen Kartons auf der Ladefläche, stürzte es gegen 12.30 Uhr mit der Front voran über die Kaimauer und trieb davon. Bei der Bergung war von der Heckklappe nichts mehr zu sehen – sie waren von der Strömung abgerissen worden.

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