Google-Anzeigen

Report | Mittwoch, 23. Mai 18

bild_klein_0000013516.jpg
Der Unglücksort hatte sich mit Kerzen und Blumen in eine Gedenkstätte für den toten Maurice verwandelt. (Foto: mediendenk)
Prügelei mit Todesfolge

Vier Jugendliche auf Antrag des Staatsanwalts wieder frei

Nach dem Tod des fünfzehnjährigen Maurice sitzen seit heute nur noch zwei Burschen, 21 und 25 Jahre alt, in Untersuchungshaft. Die vier Minderjährigen im Alter zwischen 14 bis 17 sind auf Antrag der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt worden.

Die Untersuchungshaft und die Unterbringung des Jüngsten waren vom Haftrichter angeordnet worden, nachdem Verdunkelungsgefahr bestand. Es sollte verhindert werden, dass die Beteiligten ihre Aussagen absprechen.

Bei einer Prügelei in der Passauer Fußgängerunterführung war vor fünf Wochen der fünfzehnjährige Maurice nach Faustschlägen am eigenen Blut erstickt. Er hatte sich mit einem gleichaltrigen Rivalen zu einer Aussprache getroffen, die zur körperlichen Auseinandersetzung führte. Auf beiden Seiten waren Freunde mitgekommen.

Nach bisherigem Kenntnisstand der Ermittler haben sich mindestens drei Jugendliche, die den Rivalen von Maurice begleitet hatten, unmittelbar an der Prügelei beteiligt; die anderen beiden hätten nur angefeuert. Zu Letzteren gehören der in Amberg in Untersuchungshaft verbliebene 21-Jährige, ein polnischer Staatsangehöriger. Bei ihm besteht Fluchtgefahr, da gegen ihn ein Parallelverfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt läuft. Ihn könnte eine höhere Gesamtstrafe erwarten.

Fluchtgefahr ist ebenso der fortgesetzte Haftgrund für den ältesten Beteiligten, einen 25-Jährigen, der bei der Prügelei mitgewirkt hatte. Er sitzt im Passauer Stadtgefängnis.

Die sechs Jugendlichen werden beschuldigt der Körperverletzung mit Todesfolge und der Beihilfe. Dass den Tod von Maurice keiner gewollt hatte, davon geht selbst die Staatsanwaltschaft aus. Lesen Sie dazu das aktuelle Bürgerblick-Heft Nr. 115, Mai. Dies erklärt, warum der Antrag zur Haftprüfung nicht von den Verteidigern, sondern von der Staatsanwaltschaft kam.

Die Freigelassenen haben Auflagen erhalten, mit bestimmten Beteiligten und Zeugen bis zum Prozess keinen Kontakt aufzunehmen.

Medienberichte, wonach "20 Gaffer" die Gewalttat verfolgten, haben sich nicht bestätigt. Es gäbe kein einziges Ermittlungsverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung, erklärt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Die Umstehenden hätten wohl alle zum Bekanntenkreis der Rivalen gehört, seien entweder mit der Situation überfordert gewesen oder hätten den Ernst der Lage nicht einschätzen können.

Investieren Sie in die freie Presse!

Ihnen hat dieser Artikel genützt oder gefallen? Sie möchten auch weiterhin die Passauer Online-Zeitung Bürgerblick, ein Angebot im Netzwerk der freien Presse, lesen? Dann unterstützen Sie uns, indem Sie für dieses Angebot nach eigenem Ermessen bezahlen. Jeder Cent zählt. Einfach und bequem per Paypal.

18:12
Samstag
20. Oktober 2018
 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

SOCIAL MEDIA

KULTURKALENDER
20.10. | Samstag
OPERNHAUS
Der Vetter aus Dingsda
 

Verwechslungskomödie aus den frühen 1920er Jahren, der Blütezeit der Berliner Operette.


19:30 Uhr | ab 8 Euro
GRUBWEG
Eine verhängnisvolle Nacht
 

Bayerisches Mundartschauspiel mit dem Passauer Volkstheater.
Ort: Klosterberg 4.


19:30 Uhr | 10 Euro
CAFÉ MUSEUM
Jütz
 
bild_klein_0000014454.jpg

Alpine Volksmusik, künstlerisch aufgewertet durch surreal anmutende, experimentelle Elemente.
Die Mitglieder kommen aus Tirol und der Schweiz.


20:00 Uhr | 20 Euro, ermäßigt 7 Euro
REDOUTE
Hannes Ringlstetter
 
bild_klein_0000014485.jpg

Der Moderator und Musiker, der genauso blödeln wie nachdenklich sein kann, diesmal Solo mit Gitarre.


20:00 Uhr | 26 Euro, ermäßigt 10 Euro
TABAKFABRIK
All its Grace
 

Die Mainzer Melodic-Deather spielen mit den Kulmbachern von "Cycoside" und den Pockingern von "Also Am I".


20:00 Uhr | 7 Euro

Google-Anzeigen