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Report | Donnerstag, 19. September 19

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Die Route der Klimademo betrifft erstmals Hauptverkehrsachsen wie die Nikolastraße, erstreckt sich über 2,7 Kilometer von der Neuen Mitte über den Neumarkt bis in die Altstadt. (Quelle: maphub/ mediendenk)
Freitag, 12 Uhr

Weltklimademo: Der längste Passauer Protestmarsch

Passau/ Berlin/ New York - Die Welt erwartet morgen die größte Klimademo der „Fridays For Future“-Bewegung.

Die jungen Organisatoren haben die Erwachsenen aufgerufen, sich solidarisch zu beteiligen und die Arbeit niederzulegen. Allein in Deutschland werden an über 500 Orten die Menschen auf die Straße zu gehen.

Die Passauer „Fridays for Future“-Bewegung ruft um 12 Uhr an den Kleinen Exerzierplatz der Neuen Mitte, Aufstellung ist an der Cagnes-sur-Mer Promenade am sogenannten Klostergarten. Lokale Künstler wie Kabarettistin Babsi Dorsch trommeln für die Teilnahme; Parteien, Gewerkschaften, Naturschutzorganisationen und Umweltverbände rufen dazu auf. Die Solidarität der Erwachsenen haben die jungen Passauer bereits am vorletzten Freitag im August erlebt, als viele Vertreter der Eltern- und Großelterngeneration zum Schutz des Neuburger Waldes von der Stadt in den Landkreis marschierten. Blaskapellen und Trommelgruppen haben sich angekündigt.

Der 20. September ist für den globalen Klimastreik ausgewählt worden, weil an diesem Tag das Klimakabinett der Bundesregierung sein Maßnahmenpaket vorlegen will und in New York der UN-Klimagipfel vorbereitet wird, der tags darauf beginnt.

Wie groß wird die Demo in Passau? Die Organisatoren sehen als optimistische Schätzung eine Teilnehmerzahl an der Grenze zu 1.000. Sie haben 30 Ordner bisher benannt. Die Organisatoren müssen je 25 Teilnehmer einen Ordner aufstellen, so die Auflage; die Wegstrecke über Hauptverkehrsachsen ist ungewöhnlich lang: Cagnes-Sur-Mer-Promenade, Dr. Hans-Kapfinger-Straße, Ludwigsplatz, Nikolastraße, Gottfried-Schäffer-Straße, Heiligeistgasse, Große und Kleine Klingergasse, Rosstränke, Peschlbergerl, Untere Donaulände, Fritz-Schäffer-Promenade, Römerplatz, Lukas-Kern-Straße, Jesuitengasse, Michaeligasse, Schusterasse, Residenzplatz.

Gewerkschaften und Parteien spüren an den Reaktionen ihrer Mitglieder, dass das Thema polarisiert: Klimaschutz und Wirtschaft, ist das Fortschritt oder Rückschritt? Oder vielmehr die große Herausforderung mit einem Gewinn für beide Seiten?

Der Mensch lebt auf seinem Planeten in einem geschlossenen System. Das Feuer der Mobilität und Industrie brennt am hellsten in den reichsten Ländern. Kohle, Erdöl, Erdgas. Die Erde hat kein Fenster, dass man mal kurz öffnen könnte, um durchzulüften. Wälder, Meere und Sümpfe, diese für den Menschen lebenswichtigen Luftfilter, sind zu klein geworden oder überfordert. Die junge Generation will deshalb alles daransetzen, die alten, schädlichen Feuer zu löschen.

Während der bayerische Kultusminister, ein Vertreter der Freien Wähler, mahnend den Zeigefinger hebt und an die Schulpflicht appelliert, denn die Botschaft sei längst angekommen, sorgen Passauer Schulleiterinnen und Schulleiter für konfliktfreie Freiräume: Die Demo als Schulexkursion, der Demotag als Wandertag, der Demotag als Tag der Lehrerkonferenz, die Demoteilnahme als genehmigt abgehakt, wenn die Eltern den Fragebogen entsprechend ankreuzen.

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