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Universität | Donnerstag, 12. März 20

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Schwere Zeiten: Der neue Uni-Präsident Ulrich Bartosch übernimmt das Ruder im Ausnahmezustand.
Corona-Seuche

Universität stellt auf virtuellen Betrieb um

Die Unleitung hat wegen der Corona-Pandemie alle Veranstaltung bis 19. April angesagt, selbst die Orientierungswochen der Erstsemester.

Der Infotag für Studieninteressierte am 21. März wird per Bildschrim angeboten. Lehrende, Mitwirkende und Studierende informieren in Videos und Live-Chats über die Studiengänge, beantworten alle Fragen rund um den Studieneinstieg. Bei einem virtuellen Rundgang lässt sich der Campus aus der Ferne kennenlernen: www.uni-passau.de/infotage http://www.uni-passau.de/infotage, von 8 bis 17 Uhr online.

Der Redaktion liegt Nachrichtenverkehr bayerischer Universitäten vor, dass man sich darauf einstellt, dass der Beginn des Sommersemesters verschoben wird; Studierende, aber auch Abituriennten und Berufsschüler, müssten sich mit der Situation abfinden, dass ihr Abschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden; dass sie ein Semester oder Schulhalbjahr verlieren.

"Wir müssen aus heutiger Sicht davon ausgehen, dass sich bis dahin (Anm. d. Red:: gemeint ist Semsterbeginn) die Lage nicht normalisiert hat und wir mit Aufzeichnungen und digitalen Lehrformaten arbeitne müssen", schreibt der Vizepräsident einer Münchner Universität.

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Aber was ist dem Massenbetrieb in der Mensa?

In der Mensa dürfen sich die Studenten das Besteck nicht mehr selbst aus dem Korb nehmen, eine Frau mit Gummihandschuhen bedient sie. „Wir wollen ja, dass sie gesund bleiben“, erklärt eine Mitarbeiterin. Sie hat sich mit einer Essensvitrine auf Rollen bei der Ausgabe Abstand verschafft. Die Hungrigen selbst stehen dicht an dicht in der Warteschlange.

„Wir haben über diese Situation auch schon nachgedacht“, sagte eine Universitäts-Mitarbeiterin. Die Mensa zählt 650 Plätze. Aber Ansprechpartner sei das Studentenwerk in Regensburg, das für den Betrieb verantwortlich ist. Eine Reaktion steht noch aus.

Das Risiko: Viele Studenten haben die Semsterferien für Reisen genutzt, kehren aus Risikogebieten zurück. Nicht jeder begibt sich wahrscheinlich freiwillig in 14-tägige Quarantäne.

Studentenwerks-Geschäftsführerin Gerlinde Frammelsberger erklärt, der Betrieb sei vom Ministerium abgesegnet. "Das Studentenwerk erfüllt einen Versorgungsauftrag des bayerischen Hochschulgesetzes." Sie sehe keinen Anlass und keine Gefährdung. Darauf hingeweisen, dass die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in diesem Massenbetrieb nicht eingehalten werden, beendet sie das Telefonat. Davor lautete ihr Argument: "Ich würde sagen, wo Menschen arbeiten, müssen sie sich irgendwo ernähren.“

Nachtrag: Tags darauf ist die Uni-Mensa, vermutlich auf Anweisung des Minsiteriums, geschlossen worden.

Erasmusstudenten bleiben Zuhause
Die ersten Gaststudenten, die Anfang April an die Uni Passau gekommen wären, haben abgesagt. Darunter auch ein italienischer Student, teilt die Uni auf Nachfage mit. „Wir könnten nicht reisen, es gibt keine Kulturveranstaltungen und keine Garantie, dass die Universität Betrieb am 20. April aufgenommen wird“, schreibt ein indischer Student aus Bangalore. In Pensionen Hotels und Wohngemeinschaften bleiben Zimmer leer.

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10. März

Als Massenbetrieb mit 12.000 Studentinnen und Studenten blickt die Universität sehr vorsichtig in die Zukunft. "Wir beobachten die Entwicklung sehr aufmerksam, gehen aber zu diesem Zeitpunkt von einem Start des Semesterbetriebs am 20. April aus", schreibt Pressesprecherin Katrina Jordan am frühen Nachmittag.

Wissenschaftsminister Bernd Silber hat angeordnet, dass der Beginn des Sommersemesters von bayerischen Hochschulen, die früher beginnen würden, bis auf dieses Datum "verschoben" wird. In Passau ist an der Uni ein Krisenstab gebildet worden, der mindestens einmal die Woche tagt. Man sei in jeder neuen Situation "reaktionsfähig".

Im Klartext: Ein Coronavirus-Träger in Universitätskreisen könnte dazu führen, dass der Betrieb teilweise oder komplett wie derzeit in Italien eingestellt wird.

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08. April 2020
 
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