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Nachrichten | Sonntag, 28. März 21

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Die trockengelegte Brunnenfläche an der Cagnes-Sur-Mer-Promenade wurde als Stellfläche für die Demonstrierenden umgewidmet. (Foto: mediendenk)
Zur Sonntagslage

Corona-Demos in Passau: Leere Brunnen, hohle Phrasen

Der Kleine Exerzierplatz ist großräumig mit Bauzäunen abgesperrt, damit die Demonstrierenden unter sich bleiben. Einige ihrer Wortführer gebärden sich als Aufwiegler im Netz: keine Masken, Marsch über die Grenze.

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Kolonnen von Polizeiwagen dienen als zusätzliche Absperrung des Demo-Areals. (Foto: mediendenk)
Damit die auf knapp 1.000 Köpfe begrenzte Teilnehmerzahl auf dem Platz umgesetzt werden kann, hat die Stadt die trockengelegten Brunnen in das Versammlungsfeld miteinbezogen.

Der Platanenpark wird zusätzlich flankiert von Kolonnen von Polizeiwagen. Ein Lastwagen der in Bamberg stationierten Bereitschaftspolizei ist vorgefahren, randvoll beladen mit Absperrgittern. Sie werden eingesetzt, um alle Straßenzüge Richtung Altstadt zu sichern.

Eine Rundfahrt an die westlichen Stadtgrenzen zeigt, dass an den drei Zufahrten von der Autobahn keine Polizeikontrollen stattfinden. Um Massen zu generieren, setzen die Versammlungsleiter auf Demotourismus.

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Auf dem eingezäunten Gelände hat die Stadt Passau "Maskenpflicht" ausgewiesen. Schwurbler wehren sich dagegen, FFP2-Masken zu tragen. (Foto: mediendenk)
Die Versammlungsleiter des heutigen Tages: eine von der Bewegung instrumentalisierte Schülerin aus Passau-Grubweg, die sich der Maskenpflicht im Klassenzimmer widersetzte; ein Querdenker-Anführer aus der Oberpfalz, ein Generalleugner (Klimawandel, Corona, Impfstoff). Die Polizeikräfte stehen zudem einem ehemaligen Kollegen gegenüber, einem pensionierten Münchner Kripobeamten, der als staatsverdrossener Maskengegner seine Festnahmen mutmaßlich provoziert.

Als Redner tritt ein Passauer Frauenarzt auf, der in der Vergangenheit mehrmals Corona für beendet erklärt hat. Der Ken-Jebsen-Anhänger ist der Überzeugung, dass die "erfundene" Seuche als Instrument der Unterdrückung von den Regierenden missbraucht wird. Am 17. Mai des Vorjahres, bei seinem ersten großen Auftritt auf dem Messegelände, hat PNP-Redakteur Franz Danninger diesen Mediziner wie folgt zitiert:

"Wer hat sich in der Grippe-Saison 2017/18 groß aufgeregt über die 25.000 Grippe-Toten in Deutschland?", fragte Weikl. Dagegen seien die knapp 8.000 Toten, die bislang mit oder an Corona gestorben seien, offenbar ein Grund, die Welt anzuhalten.

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Bereitschaftspolizei aus Bamberg hat einen Lastwagen voll Absperrgitter mitgebracht. (Foto: mediendenk)
Deutschland zählt, Stand heute, fast 76.000 befundete Tote (die Grippe-Toten 2017/18 beruhen auf Schätzungen), die Inzidenz ist bundesweit wieder auf fast 130 gestiegen. Das Land steckt tief in der Corona-Krise.

Es sind weitläufige Verkehrssperrungen angesagt. Die Stadt selbst zeigte sich am Morgen fast so gut wie leergefegt, mit Ausnahme der Wartenden vor den Sonntagsbäckereien.

HJD

    

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17:08
Freitag
23. April 2021
 
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KULTUR AM BILDSCHIRM
23.04. | Freitag
OPERNHAUS
Die unsichtbare Hand
 
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Schauspiel des New Yorker Autoren Ayad Akhtar in der Mediathek. Banker Nick wird zur Geisel einer islamistischen Splittergruppe und will sich seine 10 Millionen Euro Lösegeld selbst an der Börse verdienen. Bald gerät er in die Fesseln der allumfassendes Macht des Marktes. Regie: Heinz Oliver Karbus. 


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
In einem Jahr mit 13 Monden
 
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Nach der Filmvorlage von Rainer Werner Fassbinder: Es ist wohl sein verzweifeltestes Werk, weil es aus einer persönlichen Erschütterung entstand, einer Art Selbstanklage. Er schuf es nach dem Selbstmord seines Lebensgefährten, von dem er sich getrennt hatte. Ein Mann, nicht schwul, der sich aus Liebe zu einem Mann zu einer Frau umwandeln lässt. Doch alles zerbricht.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zauberflöte
 
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Die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1791. Sie erzählt nach einer Geschichte des Straubingers Emanuel Schikaneder vom Prinzen Tamino, der sich in phantastischen Welten beweisen muss. Musikalisch verschmelzen hochdramatische Arien und volksliedhafte Gesänge.


12:00 Uhr | ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Verwechslungskomödie von Johann Strauß (1825–1899) um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein (Peter Tilch) und seine untreue Frau Rosalinde (Henrike Henoch). Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und zeigt eine dekadente Gesellschaft. Intendant Stefan Tilch verlegt das Stück ins Pandemiejahr 2020.


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Urfaust
 
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Johann Wolfgang von Goethes Prosastück aus dem Jahr 1775. Eine Tragödie nach der Volkssage um Doktor Faustus. In den Hauptrollen: Ursula Erb als Mephisto sowie Julian Ricker als Faust. Regie: Peter Oberdorf.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zofen
 
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Die Schwestern und Zofen Claire (Friederike Baldin) und Solange (Ella Schulz) spielen in der Abwesenheit ihrer Arbeitgeberin (Antonia Reidel) "Herrin und Dienerin". Nachdem der versuchte Mord der "gnädigen Frau" daneben geht, vergiftet die eine den Tee der anderen. Ein Schauspiel von Jean Genet (1910-1986). Regie: Markus Bartl.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro

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