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Nachrichten | Freitag, 11. September 20

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Die Eröffnungsfeier wird selbst zum lebendigen Kunstgemälde: Parkett auf sommergrüner Wiese, Frauen mit breiten Hutkrempen, Männer mit Panamahüten, blendend weiß strahlen zwischen hohen Pappeln jenseits der Donau die Burgen Ober- und Niederhaus.
Europäische Wochen

Festspiele eröffnen erstmals an der Ortspitze

Ob Gastronomie oder Kultur, in Viruszeiten fühlt sich der Mensch geschützter an frischer Luft. Wenn das Wetter mitspielt, sind solche Zusammenkünfte fabelhaft.

So gesehen hat heute den Festspielen „Europäische Wochen“ das Glück gelacht. Sonnenschein, 22 Grad. Die Eröffnungsfeier, in den letzten Jahren war sie im Opernhaus, fand erstmal unter freiem Himmel statt, am Dreiflusseck.

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Mit Rhythmus und LED-Leinwand: Philipp Jungk und Alex Glöggler, die Münchner "Double Drums", sorgten für einen mitreißenden Auftakt. (Foto: mediendenk)
270 geladene Gäste, darunter Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Politik, trafen sich zu Festansprachen und Trommelwirbel (Percussionduo "Double Drums") unter den Pappeln an der Ortsspitze. Im Mittelpunkt dieser 68. Europäischen Wochen steht unter anderem eine Fotokünstlerin, die mit drei Ausstellungsräumen und zwei Aufführungen den Auftakt der Festspiele maßgeblich gestaltet: Barbara Dombrowksi mit ihrem Klimaschutzprojekt „Tropic Ice“.

In der Pandemie, mit Abstand und kleinerem Publikum, kommt die Kultur oft im Doppelpack. Die Eröffnungskonzerte, thematisch Beethovens 250. Geburtsjahr unterstellt, erklingen heute und morgen jeweils um 18 und 20.30 Uhr in der Altstadtkirche St. Michael. Es spielt am Samstag zur "Pastorale" mit Bilderschau die „Beethoven Philharmonie“ aus Baden bei Wien.

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Festspielleiter Carsten Gerhard sorgt für Glanzlichter und ist selbst begeistert vom Glanz des Eröffnungsfestes. (Foto: mediendenk)
Dem Münchner Inhaber einer PR-Agentur, Carsten Gerhard, ist vom Festspielverein im vergangenen Herbst die künstlerische Leitung für drei Jahre übertragen worden. Auf die Ausschreibung einer Intendantenstelle wurde im siebten Jahrzehnt der Festspiele aus Kostengründen verzichtet. Seit vergangenen Donnerstag darf sich der Freischaffende laut Vorstandsbeschluss trotzdem "Intendant" nennen. Er sorgt für die neuen Glanzlichter, gewann beispielsweise fürs nächste Jahr den Pianisten Igor Levit, der sich mit einer Grußbotschaft in diese Eröffnung einschaltete.

Turner-Preis-Trägerin als Festrednerin
Carsten hat mit der Festrednerin Tai Shani einen Brückenschlag ins Brexitland getan: Sie ist im Vorjahr mit dem "Turner-Preis", dem höchsten britischen Kunstpreis ausgezeichnet worden. Die Künstlerin, eine bekennende Brexitgegnerin, war im Vorjahr zusammen mit drei Mitbewerbern im Quartett zum Sieger gekürt worden. Mit dieser Geste wollten Preisrichter und Künstler symbolisieren, dass Gemeinschaft und nicht Alleingang eine Gesellschaft voranbringt. Wegen Corona ist ihre EW-Festrede aufgezeichnet und in Passau auf Leinwand übertragen worden.

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15:50
Donnerstag
28. Januar 2021
 
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KULTUR AM BILDSCHIRM
28.01. | Donnerstag

Gefangenenchor aus Venedig
 
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Bewegendes Neujahrskonzert aus dem Opernhaus von Venedig, "Teatro des Fenice". Mit Verdis "Nationalhymne" aus "Nabucco" ab Minute 44.30. Mehr als 100 Mitwirkende mit Mund-Nasenschutz, auch 12 Sängerinnen und 32 Sänger mit Masken, nur die 19 Musiker der Blasinstrumente sind befreit. Leitung: der britische Maestro Daniel Harding. Auf TV "Arte" abrufbar bis 31. Januar.


07:00 Uhr
OPERNHAUS
Der Reichsbürger
 

Mit seiner Frau Annalena schrieb der Regensburger Dramaturg Konstantin Küspert dieses Ein-Personen-Stück: Einblick in die krude Weltsicht und Psyche der verschwörungstheoretischen Reichsbürgerbewegung.


19:30 Uhr | ab 6,50 Euro

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