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Nachrichten | Freitag, 12. Februar 21

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34 Waffen aufgereiht am Schreibtisch der Passauer Polizei. Das Verfahren gegen den Mann aus Fürstenzell wurde eingestellt, die Sammlung eingezogen. (Foto: Polizei)
Landtagsanfrage offenbart

Niederbayern halten Hunderte illegale Waffen

Reichsbürger, Neonazis, Rechte – verstecken sich darunter Waffensammler? Zusammenhänge werden immer wieder sichtbar.

In letzten zehn Jahren hat die Polizei in Niederbayern bei 37 Personen in 29 verschiedenen Kommunen in Niederbayern mehr als 500 illegale Waffen entdeckt und sichergestellt. Oft waren es Zufallsfunde. Das ist das Ergebnis einer Anfrage des Grünen-Politikers Toni Schuberl im Bayerischen Landtags. Er musste nach eigenen Angaben viermal nachhaken, bis er eine zufriedenstellende Antwort, dieses Datenmaterial erhielt.

Schuberl ist der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion.

„Dass so viele Menschen in unserer Region illegal Schusswaffen bei sich horten ist erschreckend“, schreibt der Landtagspolitiker in seiner Pressemitteilung. Laut der Aufzeichnung haben manche Menschen unberechtigt über 50 scharfe Waffen, darunter Maschinenpistolen, Zuhause.

Aus der Antwort der Staatsregierung geht hervor: Die Mehrzahl der illegalen Waffenbesitzer hat weder beruflich noch hobbymäßig mit Waffen zu tun. Nur jeder vierte der Betroffenen ist Jäger oder Sportschütze, nur 2 der 37 hantieren hauptberuflich mit Waffen. Mehrmals sind unter den Fundorten die Kommunen Fürstenzell und Vilshofen genannt, ein Schwerpunkt ist Landshut.

„Menschen, die keine Erlaubnis und keinen Grund haben, Waffen zu besitzen und trotzdem gefährliche Waffen halten, können eine Gefahr für die innere Sicherheit darstellen. Deshalb ist es wichtig, solche Funde systematisch zu erfassen und konsequent dagegen vorzugehen“, schreibt Schuberl. "Beunruhigend" sei die Nähe mancher Waffenbesitzer zum rechtsextremen Milieu. Wo "rechtsextreme Gesinnung, Gewaltbereitschaft und Schusswaffen zusammentreffen", drohe große Gefahr für die Gesellschaft. Er nennt den Mord an Walter Lübke und Todeslisten, die in rechtsextremen Chats kursierten.

In Niederbayern gab es in den letzten zehn Jahren jährlich knapp 800 strafrechtliche Verstöße gegen das Waffen- oder Kriegswaffenkontrollgesetz. Während ab 2009 ein Rückgang zu verzeichnen war, steigen die Zahlen seit 2015 wieder an

 



 

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