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Nachrichten | Sonntag, 07. November 21

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Schuldunfähig wegen Schizophrenie?

Passauer verletzt mit Messer vier Passagiere im ICE nach Hamburg

Ein offensichtlich geistig verwirrter junger Mann aus Passau ist im ICE Wien-Hamburg mit einem Klappmesser unvermittelt auf Mitreisende losgegangen.

In dem mit mehr als 200 Passagieren besetzten Zug erlitten vier Passagiere Schnittverletzungen, zwei befinden sich, Stand heute, zur Behandlung noch im Krankenhaus. Augenzeugen des Dramas konnten den Täter überwältigen. Er ließ sich von Polizeibeamten, die von einer im Zug mitreisenden Beamtin der Bundespolizei unterstützt wurden, widerstandslos festnehmen.

Es habe sich alles wie im Traum angefühlt, soll der Festgenommene bei der Vernehmung gesagt haben. Der Angriff war offensichtlich weder geplant noch vorbereitet. Das Klappmesser, Klingenlänge ach Zentimeter, trug er seit Längerem bei sich, weil er sich angeblich verfolgt fühlte. Nach erster Einschätzung leidet der Mann unter paranoider Schizophrenie und wäre demnach nicht schuldfähig. 

Der vom Syrienkrieg Vertriebene war 2014 nach Deutschland gekommen. Seine Asylantrag war ein Jahr später genehmigt worden. Er lebte in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und zuletzt in Passau. Die Kripo hatte gestern unter anderem seine Bude im Studentenwohnheim an der Dr.-Hans-Kapfinger Straße durchsucht. Spuren, die auf ein religiöses oder politisches Motiv hindeuteten, ließen sich nicht finden. Der 27-Jährige wurde vorübergehend in der Psychatrie des Bezirksklinikums Regensburg untergebracht.

Ein hinzugezogener Psychiater diagnostizierte bei dem Festgenommenen eine akute Schizophrenie. Er sei krank und brauche Hilfe soll er selbst geäußert haben. In psychiatrische Behandlung war er bis dato nicht. Bei der Polizei in Erscheinung getreten ist er einmal im Vorjahr. Er wurde wegen eines kleinen Betrugs urteilt. Am Freitag hat er seinen Arbeitsplatz verloren. Das Verbrechen spielte sich tags darauf gegen 9 Uhr früh ab. Die Messerangriffe beschränkten sich auf zwei Abteile. Verletzt wurden zwei 60-Jährige, ein 26- und ein 39-Jähriger. Sie alle stammten aus dem Raum Regensburg und Passau.

Der Zug wurde beim Nothalt in Seubersdorf, 50 Kilometer nordwestlich vom Regensburg, an, evakuiert wurde und zwei Streifenwagenbesatzungen der örtlichen Polizei mit Schusswaffen einstiegen. Zunächst ist nicht klar gewesen, ob für die Passagiere weitere Gefahr besteht, auch nach möglichem Sprengstoff wurde gesucht.

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