Google-Anzeigen

Nachrichten | Montag, 14. September 20

bild_klein_0000017132.jpg
Zuletzt wurde der Passauer Radverkehr im Juni 2017 gezählt, hier auf der Marienbrücke. Es gab nie eine öffentliche Auswertung. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Mobilität im Stadtrat

Radverkehr: verpasste Chancen, dringender Bedarf

Die neuen Stadträte befassen sich morgen mit einem heiklen Passauer Verkehrsthema: Radfahren in der Innenstadt.

Viele Städte haben Corona als Chance gesehen und genutzt. Damit auf der Straße Mindestabstände konsequent eingehalten werden können, schufen sie für Fußgänger und Radfahrer mehr Raum. Stellen Sie sich vor, der vierspurige Anger würde um eine Fahrspur beschnitten und als Schnellweg für Radfahrer im Gegenverkehr freigegeben. So hat Wien teilweise seine Ringstraße umfunktioniert.

Oder anderes Beispiel: In der Innstraße oder Schmiedgasse werden alle Autostellplätze aufgegeben – neuer Raum für Fußgänger, Radfahrer, Gastronomie oder Grünflächen.

bild_klein_0000017133.jpg
Mit weißen Linien wurde in der Schmiedgasse provisorisch der Fußgängerraum erweitert. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Konsequenter Coronaabstand im Straßenverkehr ist für den Passauer Oberbürgermeister und seine Stadträte bis heute kein Thema gewesen. Tatsache ist, viele Gehwege in Passau sind so schmal, dass sich Begegnende so oder so auf die Straße ausweichen müssen. Die provisorischen weißen Linien, die in der Schmiedgasse gezogen worden sind, belegen das Problem.

Die Stadträte im Gremium für Stadtentwicklung und Mobilität werden sich morgen konkret mit der Innbrückgasse befassen. Sie ist im zunehmenden Radverkehr eine Hauptachse zwischen Altstadt und Neumarkt, zwischen Altstadt und Innstadt geworden. Die Verwaltung schlägt vor, sie als verkehrsberuhigt auszuweisen. Schritttempo für alle.

Innbrückgasse: Autoschleichweg kappen, Altstadt entlasten

bild_klein_0000017134.jpg
Autos raus der Innbrückgasse? Es würde illegale Schleichwege kappen und die Gasse für Fußgänger und Radfahrer entschärfen. (Foto: mediendenk)
Die Innbrückgasse komplett für Autos zu sperren wäre der sinnvollste Schritt. Im oberen Abschnitt ist die Gasse so schmal, dass der Radfahrer absteigen muss, wenn ihm ein Auto entgegenkommt. Eine gesperrte Innbrückgasse würde außerdem verhindern, dass eine Anliegerstraße als Schleichweg missbraucht wird. Autofahrer im Berufsverkehr weichen oft auf die Altstadtroute (Nagelschmiedgasse – Rindermarkt – Steinweg – Residenzplatz) aus.

Keine Planung ohne Verkehrszählung. Zuletzt hat das Rathaus die Radfahrer im Juni 2017 zählen lassen. Das Ergebnis ist bis heute nicht veröffentlicht, die Daten offensichtlich nicht ausgewertet worden. Die Analyse wäre ohnehin nicht mehr aussagekräftig.

Immer mehr Menschen steigen um aufs Fahrrad. Seit Corona erlebt das E-Bike eine Nachfrage, die der Markt teilweise nicht mehr bedienen kann. Der Anteil der frisch Volljährigen, die auf Führerschein und Auto verzichten, nimmt zu.

Erste Sitzungen nach der Sommerpause
Die öffentliche Sitzung der Stadträte für "Mobilität und Stadtentwicklung" findet im Kleinen Redoutensaal um 16.15 Uhr statt. Tags darauf die Große Stadtratssitzung um 17.15 Uhr, ein Sonderplenum zum Klimaschutz. Die Redoute (großer und kleiner Saal) ist seit Corona die neuen Tagungsstätten des Passauer Stadtrates.

mo/hud

Investieren Sie in die freie Presse!

Ihnen hat dieser Artikel genützt oder gefallen? Sie möchten auch weiterhin die Passauer Online-Zeitung Bürgerblick, ein Angebot im Netzwerk der freien Presse, lesen? Dann unterstützen Sie uns, indem Sie für dieses Angebot nach eigenem Ermessen bezahlen. Jeder Cent zählt. Einfach und bequem per Paypal.

02:25
Freitag
25. September 2020
 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

SOCIAL MEDIA

KULTURKALENDER
25.09. | Freitag
KULTURMODELL
Surreal-phantastische Kunst
 

Themenausstellung "Mythen" zum 20-jährigem Jubiläum der deutschlandweiten Künstlergruppe Imago. Gastausteller: Jürgen Grazzi und Imago-Gründungsmitglied Herbert Volmer. Bis 11.10. immer donnerstags und freitags 14:00-17:00 Uhr, samstags und sonntags 14:00-18:00 Uhr.


14:00 Uhr
ALTSTADT
Deutschlandweiter Fridays for Future-Klimastreik
 
bild_klein_0000017150.jpg

Erster Schul-Streik nach Beginn der Corona-Krise. Start des Demonstrationslaufs an der Ortsspitze, danach geht es über die Bräugasse, die Jesuiten-, Schuster- und Schrottgasse auf die Fritz-Schäfer-Promenade, die in eine Richtung gesperrt sein wird. Ziel ist der kleine Exerzierplatz. 


16:00 Uhr | Eintritt frei
KLOSTER MARIA HILF
Vernissage: Marienausstellung
 

Mariendarstellungen des 20. und 21. Jahrhunderts von dreißig Künstler aus drei Ländern werden im Spectrum Kirche auf Mariahilf ausgestellt. Eine telefonische Voranmeldung beim Veranstalter unter 0851 93144 103 ist dringend erforderlich.


19:00 Uhr
MUSEUM MODERNER KUNST
Georg Philipp Wörlen. Neue Einblicke in Leben und Werk.
 
bild_klein_0000017184.jpg

Depotleiterin und Wörlen-Forscherin Bianca Buhr berichtet über das Leben und Schaffen des Passauer Künstlers und Vater des Museumsgründers.


19:00 Uhr | Eintritt frei mit Anmedung
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
bild_klein_0000017162.jpg

Verwechslungskomödie von Johann Strauß um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein und seine untreue Frau Rosalinde. Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und führt eine dekadente Gesellschaft vor.  


19:30 Uhr | ab 6,50 Euro
REDOUTE
Science Busters
 

Wissenschaftliches Kabarett, informativ und unterhaltsam. Es treten auf: Kabarettist Martin Puntigam, Astronom Florian Freistetter und Molekularbiologe Martin Moder.

Science Blogger) und der Molekularbiologe Martin Moder

20:00 Uhr | ab 20,80 Euro
KLOSTER NIEDERNBURG
Jazz mit Akkordeon und Gitarre
 
bild_klein_0000017076.jpg

Der Pariser Akkordeon-Meister Jean-Louis Matinier spielt im Duo mit dem seinem Landsmann Kevin Seddiki klassischen und zeitgenössichen Jazz. Musik zwischen Tradition, Innovation und swingenden Grooves. Eintritt: Normalpreis 25 Euro, Mitglieder 12,50 Euro, Schüler/ Studenten 7 Euro, Restplätze für sozial Bedürftige 5 Euro. Ort: Gotisches Langhaus Kloster Niedernburg.


20:00 Uhr | 25 Euro

Google-Anzeigen