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Nachrichten | Freitag, 08. November 19

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Feuerwehr, Polizei, Kripo und Notarzt waren im Einsatz beim Parkplatz am Kraftwerk Ingling. (Foto: mediendenk)
Neuburger Wald

Tragödie am Trimm-Dich-Pfad

Am Parkplatz des Trimm-Dich-Pfades in Passau-Ingling flackern Dutzende Blaulichter. Feuerwehrkräfte mit Drehleiterwagen, Notarzt- und Rettungswagen, Polizei mit Streifenwagen und Kripo in Zivil sind vorgefahren. Es gibt einen erschütternden Anlass.

Eine Augenzeugin hatte am Wanderweg, der vom Innufer hinauf zur Hotelruine "Abrahamhof" führt, eine Tragödie entdeckt. Ein Mensch in Flammen. Für die Frau um die 40, eine Einheimische, kommt jede Hilfe zu spät.

Die Kripoleute waren zugegen, weil sie zum Zeitpunkt des Alarms zufällig in der Nähe waren. Ein Verbrechen wird wohl ausgeschlossen, es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Verzweiflungstat. Die Kolonne der Blaulichter, welche auf der Innstraße durch das Univiertel jagte, hatte für Aufmerksamkeit gesorgt. In der Redaktion klingelt das Telefon. Was ist da los?

Der Suizid ist ein Thema, das heute wie früher ein großes gesellschaftliches und gesundheitliches Problem darstellt. Wenn Fälle ohne öffentliches Aufsehen sich abspielen, wird prinzipiell nicht darüber berichtet. Verzweifelte und labile Mitmenschen, so haben Studien gezeigt, können Berichte zur Nachahmung anregen. Doch ein trauriges Thema wird nicht dadurch gelöst, dass man es zum Tabu erklärt.

2017 nahmen sich laut Statistischem Bundesamt rund 9.200 Menschen das Leben, knapp 7.000 von ihnen waren Männer. Damit werden aus unserer Mitte ungefähr so viele Menschen gerissen wie durch Verkehrsunfälle, Gewaltverbrechen und Drogen zusammen.

Jeder ist aufgerufen, seinen Mitmenschen achtsam zu begegnen, die Hand auszustrecken.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie - auch anonyme - Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

Persönliche Anmerkung: Keiner möchte jenen Tag missen, der ihm Glück und Freude beschert. Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, selbst im schlimmsten Tief darauf zu warten; denn dieser Tag kommt gewiss. Sei es die Begegnung mit einem neuen Menschen oder die sich öffnende Tür zu einer neuen Chance. Wer würde sich je verzeihen, diesen Augenblick nicht abgewartet zu haben?

hud

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