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Nachrichten | Montag, 24. Januar 22

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Blick vom Ritter-Tuschl-Brunnen auf die Montagsdemo am Vilshofener Stadtplatz. (Foto: mediendenk)
Corona-Demo

Vilshofener Corona-Freiheit: Marsch der Massen ohne Maske

Vilshofen - Mehr als 1.000 Menschen sind heute Abend bei der Corona-Demo in Vilshofen erwartet worden. „Wer mit Maske erscheint, fällt sofort auf, dass er nicht dazugehört“, sagt eine Journalistin. An drei Zählstationen erfasste die Polizei die Mitwirkenden des Marschs: Es waren 1.175, heißt es um 20 Uhr im Polizeibericht.

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Bereitschaftspolizisten flankieren in Fünfergruppen das Geschehen. (Foto: mediendenk)
Auf dem beengten Stadtplatz und in den Gassen können Abstände kaum eingehalten werden. Er hoffe, dass es künftig nicht noch mehr werden, sagt angesichts der Menschenmenge der Versammlungsleiter zu Beginn über den Lautsprecherwagen der Polizei. Er verliest die Auflagen, die vorgegebene Route, bedankt sich bei der Polizei - und dann ziehen sie los. Ein Schweigemarsch mit Kerzen, Laternen und Kinderwagen; "ein Martinsumzug ohne Gesang", wie es ein Beobachter beschreibt.

Die Landkreisbehörde hat – im Gegensatz zum Passauer Rathaus in der kreisfreien Stadt – die Geschehnisse in der kleinen Donaustadt nicht unmittelbar im Blick. Kein Vertreter des Ordnungsamtes oder des Landrates hat sich bisher von diesen Montagsgeschehnissen je persönlich ein Bild gemacht. Am Nikolaustag hatte es mit ein paar Dutzend Männern und Frauen angefangen, mit jedem Mal wurden es mehr Teilnehmer.

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Der Vilshofener Polizeichef Wolfgang Maierhofer hat sich am Rathaus postiert. Er leitet an diesem achten Demomontag den Polizeieinsatz. (Foto: mediendenk)
Eine Allgemeinverfügung wie in Passau und andernorts, die solche Demo-Märsche durch beengte Innenstädte in der Pandemie unterbindet und zudem eine Maskenpflicht für alle verhängt, die nicht zur Rede aufgerufen sind, gibt es im Landkreis Passau nicht. Es läge an der Polizei, die Dinge vor Ort zu regeln, erklärt ein Sprecher des Landratsamtes.

Vilshofen ist, wie die Wochenzeitschrift "Die Zeit" aktuell in einer Reportage aufgegriffen hat, zum neuen niederbayerischen Pilgerort der Coronamaßnahmen-Gegner und Impfunwilligen geworden. Die Beobachter sind sich einig, dass bei diesem Massenandrang Menschen ohne Mund-Nasenschutz vor allem zu Beginn und am Ende der Versammlung die Sicherheitsabstände schwer einhalten, beim Zug durch die Gassen überhaupt nicht einhalten können. Die Mitmarschierenden empfinden das wohl als ihr "Freiheit".

Am Sonntag, so trägt der Vilshofener Polizeibericht nach, habe ein nicht angemeldeter Schweigemarsch, etwa 125 Teilnehmer, durch Eging am See stattgefunden. Aufgelöst worden sie die Versammlung nicht, sie sei "störungsfrei" verlaufen. 

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hud

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