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Printmagazin | Freitag, 04. Dezember 20

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Lokaljournalismus

Am Ende zählt die Zuversicht

Wir sind übern Berg.

Das letzte Heft dieses Jahres ist auf dem Markt. Ein Jahr liegt hinter uns, das wir mit keinem Jahresrückblick würdigen, weil es uns genug abverlangt hat. Der Blick nach vorne zählt.

Wir umarmen im Geiste alle unsere treuen zahlenden Leserinnen und Leser, denn Sie haben uns tagtäglich motiviert. Sie sind unser Notgroschen in der Krise und unsere Zuversicht, dass ehrlicher, unabhängiger Journalismus, auch wenn er unbequem und nicht immer nach jedermanns Geschmack ist, eine Zukunft hat.

Die Existenz gesichert haben uns zudem diejenigen, die sich mit bezahlten Seiten im Umfeld unseres Blattes präsentieren: Stammkunden, neue Unterstützer und alte Freunde. Viele mussten abspringen, weil die Zeiten sind wie sie sind, andere kamen überraschend dazu.

Was wir an Lesestoff in Heft Nr. 141 im Jahr unseres 15-jährigen Bestehens liefern?

  • Die Erzählungen eines Mannes, dem sich als achtjähriger Bub ins Gedächtnis gebrannt hat, wie an den letzten Kriegstagen eine Kolonne von Elendsgestalten, Gefangene, durch die Innenstadt getrieben wurde. Für viele von ihnen sollte es der letzte Marsch werden und das Stück Brot, das Frauen ihnen zusteckten, die Henkersmahlzeit dieser Unschuldigen. Ein Stück über "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" in unserer Heimat, die nie vergessen werden dürfen: „Letzter Auftrag erfüllt.“ Sehen Sie exklusiv mit QR-Code im Heft dazu den Filmbeitrag "NS-Massenmord: Das Mahnmal am Waldesrand".
     
  • Wir lassen Menschen im Herbst ihres Lebens zu Wort kommen, die vor Augen haben, dass sie ihr Zuhause verlieren werden. Es ist die bittere Erkenntnis, dass Altenheime, selbst wenn sie von Kirchen und Stiftungen getragen werden, eben nicht auf Barmherzigkeit, sondern auf einem Geschäftsmodell ruhen. Sie werden aufgegeben, wenn sich Letzteres nicht mehr lohnt: „Kalt wie eine Hundeschnauze.“
     
  • Wie weit darf ein Arzt vom Weg abkommen? Die Geschichte eines Maskengegners, der schon vor vielen Jahren aus den vergifteten Brunnen des Netzes trank. Der Autor erinnert sich an frühere Gespräche und hat die Praxis des alten Bekannten besucht: "Arztpraxis ohne Corona-Schutz."
     
  • Journalisten sind nicht nur Nachrichtenüberbringer und Enthüller, sie sind auch die Chronisten der Gegenwart. Zum Nachlesen und zur Dokumentation für die Zeit danach haben wir protokolliert, wie mit den ersten Novembertagen, von Wissenschaftlern prophezeit, aber, was menschlich ist, von vielen verdrängt, die Seuche wieder in unser Leben trat. Sie finden darin Tabellen der Transparenz: Wann hat sich das Virus in welche Altersgruppe am heftigsten verbreitet? Auf 18 Seiten haben wir das alles zusammengetragen: „Die Wucht der zweiten Welle.“
     
  • Sie erinnern sich an den Oktobertitel über Fotograf Rudolf Klaffenböck und Glaskünstler Horst Stauber, zwei Passauer Originale und ihr bevorstehender Rauswurf aus einem historischen Künstlerhaus? Wir haben beide für ein Gespräch gewinnen können und einen Rundgang durch das geschichtsträchtige Altstadthaus erhalten. Sehen Sie exklusiv mit QR-Code im Heft den Filmbeitrag "Das Pauknerhaus und seine letzten Künster".
     
  • Das Wasserwirtschaftsam hat 2015 berechnet, welche Passauer Hochwasserschutzmaßnahmen im Vergleich entstandener Flutschaden 2013 zu Baukosten in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Fünf Jahre später stellt sich heraus, dass keines der begonnenen oder bevorstehenden fünf Flutprojekte sich nach diesem Kriterium mehr rechnet, denn die tatsächlichen Baukosten sind auf das Fünffache gestiegen: "Die Millionengräber."

Außerdem:

  • Ist mein Lieblingsitaliener dabei? Ein umfassender Passauer Gastroführer über drei Dutzend Abhol- und Lieferdienste, ihre Konditionen und Öffnungszeiten.
  • Wir stellen vier Bücher vor und blicken auf das Scharfrichterbeil, das in diesem Jahr verloren ging.
  • In der Musikkolumne hat Friedrich Brunner „Perlen der Heimat“, Geschenkideen, gesammelt.
  • Wir stellen ein neues Passauer Kirchenoberhaupt vor, das in der Pandemie etwas unsichtbar bleibt: Jochen Wilde, „Herr über 38.000 Schäfchen“

Wir wünschen uns, dass Sie sinnvolle Weihnachtsgeschenke kaufen, keinen Wegwerfkrempel, aber möglichst direkt oder online bei den lokalen Händlern, denn die freuen sich.

Bleiben Sie gesund und geduldig, gönnen Sie sich selbst etwas Gutes und verlieren Sie nicht den Humor!

Ihr Hubert Jakob Denk und sein Team

 



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***

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01:01
Mittwoch
16. Juni 2021
 
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KULTURKALENDAR
16.06. | Mittwoch
OPERNHAUS
Die Zofen
 
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Die Schwestern und Zofen Claire (Friederike Baldin) und Solange (Ella Schulz) spielen in der Abwesenheit ihrer Arbeitgeberin (Antonia Reidel) "Herrin und Dienerin". Nachdem der versuchte Mord der "gnädigen Frau" daneben geht, vergiftet die eine den Tee der anderen. Ein Schauspiel von Jean Genet (1910-1986). Regie: Markus Bartl.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Urfaust
 
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Johann Wolfgang von Goethes Prosastück aus dem Jahr 1775. Eine Tragödie nach der Volkssage um Doktor Faustus. In den Hauptrollen: Ursula Erb als Mephisto sowie Julian Ricker als Faust. Regie: Peter Oberdorf.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zauberflöte
 
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Die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1791. Sie erzählt nach einer Geschichte des Straubingers Emanuel Schikaneder vom Prinzen Tamino, der sich in phantastischen Welten beweisen muss. Musikalisch verschmelzen hochdramatische Arien und volksliedhafte Gesänge.


12:00 Uhr | ab 6 Euro
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Verwechslungskomödie von Johann Strauß (1825–1899) um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein (Peter Tilch) und seine untreue Frau Rosalinde (Henrike Henoch). Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und zeigt eine dekadente Gesellschaft. Intendant Stefan Tilch verlegt das Stück ins Pandemiejahr 2020.


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Herkules am Thermodon
 
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Deutsche Erstaufführung der bekannten Barockoper Antonio Vivaldis aus dem Jahr 1723. Herkules soll für König Eurystheus den Gürtel der Amazonenkönigin beschaffen, der ein kriegerisches Attribut wie Symbol für den Beischlaf ist.


12:30 Uhr | Eintritt frei

Passauer Politiktage: Wirtschaft neu denken
 

Impulsvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Onlineveranstaltung via ZOOM, Details gibt der Veranstalter rechtzeitig auf seiner Website bekannt.


20:00 Uhr | Eintritt frei

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