Google-Anzeigen

Printmagazin | Mittwoch, 14. Oktober 20

bild_klein_17300.jpg
Geburtsagstorte für Bürgerblick Passau.
Lokaljournalismus

Bürgerblick sorgt seit 15 Jahren für Medienvielfalt in Passau

Hätte uns ein Leser vorgestern nicht auf den Wikipedia-Eintrag hingewiesen, wir hätten es vergessen: Bürgerblick ist heute vor 15 Jahren das erste Mal erschienen.

Die Passauer Lokalzeitschrift hat damit länger als alle ihre Vorgänger im Zeitungsmonopol der „Passauer Neuen Presse“ („PNP“, „Am Sonntag“, „Wochenblatt“, „Pressekurier“) für Medienvielfalt gesorgt. 

bild_klein_17290.jpg
Bürgerblick-Exemplare Nummer 1, 61 und 100.
Sie wird herausgegeben von dem freien Journalisten Hubert Jakob Denk, der zuvor als Festangestellter journalistische Erfahrungen gesammelt hatte. Er begann als Volontär bei der „Passauer Neue Presse“, war danach als Reporter und in leitenden Funktionen tätig für die Verlagsgruppe Passau, den Mittelbayerischen Verlag, den Axel-Springer-Verlag und Gruner und Jahr. München, Hamburg, Dresden, Erfurt, Chemnitz, Regensburg und Linz waren die Stationen außerhalb seiner Heimatstadt, in die er zur Jahrtausendwende zurückkam. Dort gründete er als Chefredakteur für die Verlegerfamilie Diekmann das Anzeigenblatt „Am Sonntag“ und 2005 seinen „Bürgerblick“. Der Name war als Kontra zum „Stadtblick“ gewählt worden, ein damals vom Rathaus herausgegebenes CSU-Propagandablatt.

1976 hatte der spätere Spiegel-Autor und Papstschreiber Peter Seewald die linke Boulevardzeitung „Passau kleine Zeitung“ gegründet, zehn Jahr später Denk mit zwei Berufskollegen die „Passauer Aktuelle Zeitung.“ Beide Projekte überlebten nicht länger als zwei Jahre. 

bild_klein_17282.jpg
Brisante Zeiten: Der Bürgerblick-Herausgeber Hubert Jakob Denk im Interview mit dem Medienmagazin "Zapp". (Quelle: NDR, 2014)
„Die erste Bürgerblick-Ausgabe habe ich als Leseprobe mit Freunden und Familienangehörigen in den Passauer Stadtvierteln verteilt“, erinnert sich Denk. Es waren acht Seiten auf Zeitungspapier, davon drei Seiten Anzeigen. „Nach den Erfahrungen mit dem Sonntagsblatt wollte ich unbedingt eine Kaufzeitung auf den Markt bringen.“ Journalismus, der nur von der Werbewirtschaft getragen werde, verliere seine Glaubwürdigkeit und seine Unabhängigkeit. Bürgerblick kostete anfangs 50 Cent, später 1 Euro. Aus der dünnen Zeitung wurde ein ansehnliches Magazin, das heute in Buchbindung erscheint.

Heute kostet das Monatsmagazin 4,12 Euro, umfasst rund 60 Seiten und ist von der ersten bis zur letzten redaktionellen Seite „handgemacht.“ Keine Agenturmeldungen, keine umformulierten Pressemitteilungen, „Lokaljournalismus mit Leidenschaft“, wie Denk es formuliert. 

Für die beeindruckenden Bilderstrecken sorgt seit zwölf Jahren der Passauer Fotograf Tobias Clemens Köhler; auch er ein Freischaffender und wie Denk Mitglied im „Bayerischen Journalistenverband.“

Breite Aufmerksamkeit erhielt das Magazin 2014, als Denk in einer Politaffäre recherchierte und Verstrickungen zwischen der CSU-Regierung und einem Mediziner enthüllte. Er geriet selbst ins Visier der Staatsanwaltschaft und musste vor einem Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags als Zeuge auftreten.

Unabhängiger Journalismus ist abhängig von zahlenden Lesenden

Wenn Sie uns zusätzlich unterstützen wollen, hier können Sie „spenden“.
Hinweis fürs Finanzamt: Zahlungseingänge werden wie Abozahlungen verbucht.
Bürgerblick als gemeinnützige Gesellschaft zu etablieren ist in Arbeit.

00:09
Sonntag
17. Januar 2021
 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

SOCIAL MEDIA

KULTUR AM BILDSCHIRM
17.01. | Sonntag

Gefangenenchor aus Venedig
 
bild_klein_17592.jpg
Bewegendes Neujahrskonzert aus dem Opernhaus von Venedig, "Teatro des Fenice". Mit Verdis "Nationalhymne" aus "Nabucco" ab Minute 44.30. Mehr als 100 Mitwirkende mit Mund-Nasenschutz, auch 12 Sängerinnen und 32 Sänger mit Masken, nur die 19 Musiker der Blasinstrumente sind befreit. Leitung: der britische Maestro Daniel Harding. Auf TV "Arte" abrufbar bis 31. Januar.


07:00 Uhr
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 

Giacomo Puccinins weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cho-Cho-San, die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton mit einem Kind sitzengelassen wird. In den Hauptrollen: Yitian Luan als Cio-Cio San und Jeffrey Nardone als Pinkerton.


12:00 Uhr
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
bild_klein_17582.jpg

Hier am Heimkino erleben: Verwechslungskomödie von Johann Strauß um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein und seine untreue Frau Rosalinde. Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und führt eine dekadente Gesellschaft vor.  


13:00 Uhr

Google-Anzeigen