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Printmagazin | Mittwoch, 07. Oktober 20

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Passauer freie Presse

Wie Investoren Künstler aus der Altstadt vertreiben

Während ein Teil der Welt über Trump und dessen Coronainfektion spottet, ein noch kleinerer Teil darüber rätselt, ob Verkehrsminister Scheuer durch mögliche Mautlügen zum Rücktritt gezwungen wird, liefern wir zum langen Wochenende lokale Lektüre, die kaum weniger spannend ist.

Beginnen wir mit einem Grundrecht, das Recht auf Wohnraum. Trotz angespannter Wirtschaftslage, die Mieten steigen. In der Passauer Altstadt, die wie ein Stück Sachertorte Investoren zum Anbeißen reizt, macht sich eine neue Generation von Hausbesitzern breit. Dass sie die alten Häuser modernisieren ist gut und wichtig, aber wer soll sich hinterher die teilweise überzogenen Mieten leisten können?

Wir haben mit einem Investor gesprochen, der tatsächlich der Meinung ist, dass 2.500 Euro Warmmiete für eine geräumige Altstadtwohnung leistbar ist. Stellen wir uns kurz vor, es würden in den anmutigsten Teilen der Stadt nur mehr Menschen leben, die mehr als 7.500 Euro im Monat verdienen. Vertrieben wird mit dieser Wohnungspolitik die Boheme, die Künstler und Lebenskünstler, die solchen Stadtvierteln erst zum lebendigen Charme verhelfen. Unsere Titelgeschichte bringt ein Beispiel: Kabarettist und Fotokünstler Rudolf Klaffenböck, ein Passauer Original, einer der Herausragenden. „Mit dem Rücken zur Wand.“

Die Dreiflüssestadt hat bisweilen ein Verkehrsaufkommen, das sich mit Metropolen duchaus messen kann. In loser Folge wollen wir berichten, warum die Verkehrswende, die in den Metropolen seit Corona große Schritte nimmt, bei uns so zögerlich vorankommt. Es fehlt am Mut, an Ideen und oft am Willen.

Der Bürgerblick-Reporter war zufällig Zeuge, wie die Vorstände eines Passauer Vereins, der die Bevölkerung von der „Corona-Diktatur“ befreien will, mit der Polizei Katz und Maus gespielt haben. In der Konfrontation erweckt es den Eindruck, als wären diese selbsternannten Freiheitskämpfer mehr vom Fanatismus denn von Fakten getrieben.  Manche Sprüche, die im Streit mit der Polizei und der Presse fielen, haben Reichsbürgerniveau. Lesen sie den Report „Renitente Rebellen“, in dem wir alle Protagonisten genauer vorstellen.

Der Passauer Fotograf Tobias Clemens Köhler hat uns wieder Bilder geliefert, die sich manche Leser gerne als Poster aufhängen würden (vielleicht sollten wir in diesen Zeiten über eine neue Einnahmequelle nachdenken).

Der Herausgeber selbst hat einem Unbekannten ein paar Zeilen geschrieben, damit sich dieser in Genugtuung üben kann. Es geht um eine Anzeige beim Finanzamt und eine Steuerprüfung. Auch das ist Transparenz.

Sie sehen, ein spannendes Blatt. Weiter unten das Inhaltsverzeichnis.

 

 


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Inhaltsverzeichnis

BILDER DES MONATS

Kultur Freiluftbühne mit Potential
Festspiele Exklusives Eröffnungskonzert
Herbst Wenn der Nebel sich lichtet

LOKALES
Editorial Anzeige beim Fiskus
Verkehrswende Auf der Standspur
Fresken Dem Himmel so nah
Kriminalität Drogendealer mit Axt

POLITIK UND GESELLSCHAFT
Umwelt Hundehäufchen in Plastiktüten
Atommüll Wohin mit dem Endlager?
Bahn Kein Herz für Radfahrer
Rathaus Gepflegter Umgangston

FREIZEIT UND UNTERHALTUNG
Satire Aufmarschiert und abgelehnt
Essen & Trinken Versteckte grüne Oase
Nationalpark 50 Jahre Wildnis
Opernhaus Corona-Premiere mit Strauß
Kunst Freiluftgalerie am Innkai
Festspiele EW-Etikettenschwindel
Musik Neuerscheinungen im Herbst
Kalender Termine im Oktober
Museum Glaskunst verbindet
Kino Neu auf der Leinwand
Kritik Tenet – exzellente Unterhaltung
Ausstellungen Mythen und Maria

An diesem Heft wirkten mit Kurt Meyer (Layout und Grafik), Tobias Clemens Köhler (Layout und Grafik, Titelcover, Fotos und Videos), Ingo Zahlheimer und Julias Kramer (Nationalpark), Karl-Heinz Hasenöhrl (Satire); Friedrich Brunner (Musik-Kolumne); von der Lehrredaktion der Studierenden: Marlen Heimann (Recherche, Kultur und Transkriptionen), Thomas Altvater (Recherche und Lokales), Clemens Pittrof (Kino und Kultur), Philipp Liesenfeld (Lektorat) und Maximilian Huber (Tontechnik); Dienstleister: Passavia (Druck) und Siegfried Loibl (Buchbinder); Vertrieb: Deutsche Post.

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08:26
Dienstag
20. April 2021
 
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KULTUR AM BILDSCHIRM
20.04. | Dienstag
REDOUTE
Die unsichtbare Hand
 
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Schauspiel des New Yorker Autoren Ayad Akhtar in der Mediathek. Banker Nick wird zur Geisel einer islamistischen Splittergruppe und will sich seine 10 Millionen Euro Lösegeld selbst an der Börse verdienen. Bald gerät er in die Fesseln der allumfassendes Macht des Marktes. Regie: Heinz Oliver Karbus. 


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Urfaust
 
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Johann Wolfgang von Goethes Prosastück aus dem Jahr 1775. Eine Tragödie nach der Volkssage um Doktor Faustus. In den Hauptrollen: Ursula Erb als Mephisto sowie Julian Ricker als Faust. Regie: Peter Oberdorf.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
In einem Jahr mit 13 Monden
 
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Nach der Filmvorlage von Rainer Werner Fassbinder: Es ist wohl sein verzweifeltestes Werk, weil es aus einer persönlichen Erschütterung entstand, einer Art Selbstanklage. Er schuf es nach dem Selbstmord seines Lebensgefährten, von dem er sich getrennt hatte. Ein Mann, nicht schwul, der sich aus Liebe zu einem Mann zu einer Frau umwandeln lässt. Doch alles zerbricht.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zauberflöte
 
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Die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1791. Sie erzählt nach einer Geschichte des Straubingers Emanuel Schikaneder vom Prinzen Tamino, der sich in phantastischen Welten beweisen muss. Musikalisch verschmelzen hochdramatische Arien und volksliedhafte Gesänge.


12:00 Uhr | ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Verwechslungskomödie von Johann Strauß (1825–1899) um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein (Peter Tilch) und seine untreue Frau Rosalinde (Henrike Henoch). Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und zeigt eine dekadente Gesellschaft. Intendant Stefan Tilch verlegt das Stück ins Pandemiejahr 2020.


12:00 Uhr | Eintritt frei

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