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Report | Dienstag, 18. Februar 20

Bayerischer Wald

Wenn Lokaljournalismus zum Mangel wird

Neun Monate lang haben die Eingeweihten geschwiegen. Sie wollten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht gefährden. Der Fall ist heikel, es geht um ihren Bürgermeister. Verdacht der Untreue. Mehrere Zeugen, stundenlange Einvernahmen bei der Kripo, 650 Seiten umfasst zu Schluss die Akte.

Dann, wenige Wochen vor der Kommunalwahl, teilt die Staatsanwaltschaft den Anzeigenerstattern das Ergebnis mit: Verfahren eingestellt. Die Begründung endet mit diesem Satz: „Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung ist nicht mehr gegeben, da der Beschuldigte bei den Kommunalwahlen 2020 nicht mehr als Bürgermeister kandidieren wird.“

Der Fall spielt in einem Dorf im Bayerischen Wald. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie

  • die öffentliche Kontrolle versagt, wenn es an Lokaljournalisten fehlt
  • Bürgermeister, Berichterstatter und Heimatzeitung sich verfilzen

„Ich habe den Glauben an unseren Rechtsstaat und die Pressefreiheit verloren“, sagt ein Gemeinderat. 

Ausführlicher Bericht folgt.

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Donnerstag
06. August 2020
 
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