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Meinung | Mittwoch, 27. März 19

Im Dienst der Demokratie

ZDF und Bürgerblick, wie Dampfer und Beiboot

Verlässliche Informationen zu liefern, Nachrichten einzuordnen ist die vordringlichste Aufgabe aufrechter Journalisten. Die Nachfrage nach seriösen Quellen steigt, weil das Netz zum schmutzigen Dickicht geworden ist. 

Beim ZDF zeigt sich das an der Einschaltquote der Nachrichtensendung „Heute Journal“. Bei unseren kleinen Magazin Bürgerblick anhand der Abonnentenzahlen, die im Gegensatz zum Trend vieler Presseprodukte nicht abnehmen, sondern steigen.

Die Nachfrage wird beim Fernsehen mit zusätzlichem Raum für Nachrichtensendungen bedient. Das „Heute Journal“ am Sonntag verdoppelt seine Sendezeit ab kommenden Sonntag von 15 auf 30 Minuten. Aufs Jahr gerechnet sind das zwölf volle Stunden mehr in Informationsprogramm.

„Mit 14,1 Prozent Marktanteil, dem höchsten Wert seit 1995, war das "Heute Journal" auch im vergangenen Jahr das erfolgreichste Nachrichtenmagazin im deutschen Fernsehen – mit im Schnitt 3,77 Millionen Zuschauern täglich“, heißt es in einer Mitteilung.

Der unabhängige Journalismus der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten wird garantiert durch die Rundfunkgebühren. Es ist ein Beitrag zur Demokratie und nur deren Feinde nennen es "Zwangsabgabe" und stempeln die Empfänger zum "Staatsfunk". 

Für ein kleines Printmedium wie das unsere, das im demokratischen Sinne die Meinungsvielfalt im Lokalen stärkt, bleibt bisher als einzige Einnahmequelle, die Unabhängigkeit garantiert, der zahlende Leser am Kiosk und die Abonnentinnen. 

Es ist schwierig geworden. Viele Jahrzehnte haben profitorientierte Verleger, die ihre gesellschaftliche Verantwortung verdrängt haben, den Zeitungsmarkt mit kostenlosen Anzeigenblätter verseucht, haben ein Teil der Gesellschaft vergessen lassen, ja bewusst darüber hinweggetäuscht, dass dies kein echter Journalismus ist und sein kann.

Deshalb die Frage: Sollte nicht auch die öffentliche Hand die Aufrechten stützen, die seriösen, nicht-kommerziellen Presseprodukte?

Bürgerblick Passau, vor zwölf Jahren ein Startup gegen den Trend, ein kleiner Piekser im fetten Fleisch eines Medienimperiums, verdankt seine beständige Existenz treuen Käufern und Abonnenten; in bewegten Krisenzeiten, wir erinnern uns an die Klagewut vermeintlich Mächtiger, halfen Sponsoren aus und stets begleitet uns eine gewogene Werbewirtschaft, welche die Bedeutung dieses Produktes verstanden hat und keine redaktionellen Ansprüche stellt.

An Bürgerblick wirkt mit ein kleines, wechselndes Team von Nachwuchsjournalisten, die mit dem freien Journalisten und Herausgeber manchmal an ihre Leistungsgrenzen gehen, überzeugt von dem Ideal, das sie alle verfolgen: Wenn Pressevielfalt stirbt, schwindet Demokratie. 

Hubert Jakob Denk

Beitrag entstand in der Euphorie nach einer langen, erfolgreichen Produktionsnacht für das neue Heft.

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Sonntag
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